Freispruch für Ex-„Messezar“ Henhapl

Mit Freispruch endete Dienstag beim Landesgericht das Verfahren gegen den ehemaligen Salzburger „Messezaren“ Arnold Henhapl. Dass dieser mit seiner Firmengruppe die Salzburger Sparkasse massiv geschädigt haben soll, davon blieb vor Gericht nun nichts übrig.

Arnold Henhapl, Ex-"Messezar" von Salzburg

ORF

Von den Vorwürfen der Anklage gegen Henhapl blieb nichts übrig

Henhapl habe in seiner Firmengruppe zu großen finanziellen Aufwand getrieben, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Die Salzburger Sparkasse als Geldgeber sei schlussendlich geschädigt worden, um 800.000 Euro.

Einst einer der Reichsten im Land

Arnold Henhapl weist seit langer Zeit jede Schuld von sich. Arnold Henhapl sei nicht schuldig. So sah es Dienstagvormittag nun auch der Richter in Salzburg. Trotzdem gab es keine Regung im Gesicht jenes Mannes, der einst zu den Reichsten in Salzburg zählte.

Aber er klopfte seinem Verteidiger anerkennend auf den Rücken. Für fast 100 Millionen Schilling kaufte Henhapl einst das Schloss Sighartstein im Flachgau, investierte dort 200 Millionen Schilling - dazu eine Jagd, eine Jacht im Mittelmeer.

Henhapl: „Sparkasse kontrolliert seit zehn Jahren“

Die Vorwürfe der Anklage betrafen nun Henhapls Firmengruppe und seinen Lebensstil - zu großer Personalaufwand, fehlende Kontrolle, zu große persönliche Ausgaben. Die Salzburger Sparkasse sei dadurch im Konkurs der Holding um 800.000 Euro geprellt worden, lauteten die Vorwürfe.

Arnold Henhapl sagte schon vor Verhandlungsbeginn: „Diese Vorwürfe sind mir absolut unverständlich. Die Salzburger Sparkasse hat meine Unternehmen seit zehn Jahren laufend kontrolliert. Und es ist nichts passiert, was die Sparkasse nicht wollte.“

Gericht weist Vorwürfe ab

Der Richter sah das nun auch so. Die Firmenholding hatte nur einen einzigen Angestellten. Schloss Sighartstein war längst zum Verkauf ausgeschrieben, um die Schulden bei der Sparkasse zu begleichen. Es gab bei Henhapl demnach kein kriminelles Verhalten.

Das prächtige Schloss ist allerdings noch immer nicht verkauft - trotz Schnäppchenpreises von knapp vier Millionen Euro. Dort vermisse er nur sein Mausoleum, sagt Henapl.

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