Kritik an Postpartnern außerhalb der Orte
Am 5. November wird das Postamt in Großarl geschlossen. Die von der Post bereits vertraglich fixierte Ersatzlösung sorgt für Kopfschütteln bei den Bürgermeistern der beiden Gemeinden Großarl und Hüttschlag.
Der Postpartner - ein Nahversorger mit Fleischerei - liegt nämlich vier Kilometer nördlich des Ortszentrums von Großarl in Richtung St. Johann. Um die vom Gesetz der Post vorgeschriebene Maximaldistanz von zehn Kilometern zu allen Bürgern einzuhalten, soll es zudem eine Postpartnerfiliale im Wirtshaus am Talschluss geben, sieben Kilometer südlich des Ortszentrums von Hüttschlag.
„Für Bürger unzumutbar“
Der Großarler Bürgermeister Hans Rohrmoser (ÖVP) ärgert sich, dass die Post nur mit einem Trick dem gesetzlichen Versorgungsauftrag entspricht: „Das ist für die Bürger einfach unzumutbar. Da wird gesagt, dass man in Hüttschlag hinten im Talschluss noch eine Filiale vom Postpartner einrichtet. Damit wäre die Kurve gekratzt.“
Die Postpartner-Lösung für das Großarltal erfüllt die Vorschriften für die Post nur dem Buchstaben nach, kritisiert der Hüttschlager Bürgermeister Hans Toferer (ÖVP): „Am Beginn von Großarl einen Postpartner und am Ende des Tales einen Postpartner - das ist schon eine bisschen komische Sache. Die zwei Orte wären ausgenommen. Die Lösung kann man nicht einfach akzeptieren.“
Bürgermeister wurden nicht gefragt
Der Großarler Bürgermeister Hans Rohrmoser und sein Kollege wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Bei der Suche nach Postpartnern seien sie nicht eingebunden gewesen.
Link:
- Postpartner haben noch Nachholbedarf (salzburg.ORF.at, 29.11.2011)
Publiziert am 18.08.2012

