Bundesschulen: Verwaltungsjobs für Postbeamte

An den Salzburger Bundesschulen könnten ab Herbst Post- und Telekombeamte Verwaltungsaufgaben übernehmen. Landeschulratspräsident Herbert Gimpl steht dem entsprechenden Regierungsvorschlag jedenfalls offen gegenüber.

Die Post und Telekom will Mitarbeiter abbauen. Das geht aber nicht so einfach, weil Beamte nicht gekündigt werden können. Also versucht man sie zu beruflichen Veränderungen zu motivieren - das ist die eine Seite.

Auf der anderen Seite gibt es die Schulen, wo Mitarbeiter für Verwaltungstätigkeiten fehlen, um Lehrer zu entlasten. Und so hat die Regierung nach den Polizeiwachzimmern jetzt die Konferenzzimmer als neue Arbeitsplätze für Post- und Telekombeamte entdeckt.

„Post-Mitarbeiter sind gut ausgebildet“

Landeschulratspräsident Herbert Gimpl hält die Idee für gut: „Wir wissen, dass die Mitarbeiter der Post und Telekom grundsätzlich im Bereich Verwaltung und Administration gut ausgebildet sind. Außerdem hat uns das Bundesministerium einen Aufnahmestopp vorgegeben. Das heißt, Verwaltungspositionen, die durch Pensionierungen vakant werden, können wir nicht durch Neuanstellungen nachbesetzen.“

Mittelfristig 20 Mitarbeiter denkbar

An der HTL in Salzburg-Itzling oder am Gymnasium in der Akademiestraße in der Stadt Salzburg gäbe es zum Beispiel dringenden Bedarf nach Verstärkung im Verwaltungsbereich, sagt Herbert Gimpl.

„Wenn es das grüne Licht gibt, kann ich mir für das Schuljahr 2012/13 in Etappen eine Hand voll Mitarbeitern vorstellen und aufgrund der Alterssituation mittelfristig an die 20 Mitarbeiter“, so Gimpl. Am kommenden Dienstag sind Post- und Telekom Vertreter zu Gesprächen im Unterrichtsministerium eingeladen.