Ferragosto: Heuer weniger Italiener in Salzburg

Die Rezession in Italien hält offenbar viele Italiener von Urlaubsreisen ab. Dies bekommt heuer auch Salzburg zu spüren, bestätigen Touristiker aus der Landeshauptstadt.

In Italien heißt der heutige Feiertag „Ferragosto“, Festtag des Augustus, in Wahrheit ist er aber ein Feiertag, weil man rund um ihn einen, ja den Urlaub schlechthin verbringt. In der Finanzkrise ist die Frage allerdings, wo - Salzburg blieb bis Ende Juni ein beliebtes Ziel für Italiener, seit Ferienbeginn allerdings - wenn sich normalerweise die Familien auf den Weg machen - hat der Zustrom nachgelassen.

„Nachfrage aus Italien heuer deutlich geringer“

Touristen aus Japan China, Korea und Taiwan - und nur wenige aus Italien. Üblicherweise rechnen die Touristiker mit rund 30.000 Übernachtungen von italienischen Gästen im August - heuer allerdings nicht, bedauert der Tourismusdirektor der Stadt Salzburg, Bert Brugger. „Vermutlich ist die Krise in Italien dafür verantwortlich, dass heuer im August weniger Italiener nach Salzburg kommen. Ein Rundruf in der Hotellerie hat klar ergeben, dass die Nachfrage von italienischen Gästen heuer geringer ist als in den vergangenen Jahren um diese Zeit.“

Italienische Touristen

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Heuer sind deutlich weniger Urlauber aus Italien in der Stadt Salzburg als sonst Mitte August.

Neuer wenige Wohnmobile bei der Andräkirche

Der Anblick der rund um die Andräkirche bringt die Situation klar zum Ausdruck, sagt der Geschäftsführer von Panorama Tours, Stefan Herzl. „Früher war der Parkplatz bei der Andräkirche voll mit Wohnmobilen aus Italien - heuer stehen nur einige wenige dort. Aber auch bei unseren Rundfahrten stellen wir fest, dass heuer weniger italienische Gäste da sind.“

„Die, die gekommen sind, bleiben kürzer“

Auf dem Campingplatz Stadtblick im Norden von Salzburg findet man zwar etliche italienische Wohnmobile, doch das Urlaubsverhalten der Besitzer hat sich verändert, sagt Hans Wörndl von Panoramacamping Stadtblick. „Die Italiener sind heuer später angereist als sonst und bleiben kürzer. Es fehlen vor allem Wohnmobile, die die Italiener sonst immer für den Urlaub geliehen haben. Man spürt die Krise in Italien.“

Wohnmobile am Campingplatz Panoramacamping Stadtblick

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Diejenigen, die gekommen sind, bleiben meist kürzer.

„Viele fahren aus Zukunftsangst heuer nicht weg“

„Das Problem in diesem Jahr ist die schwere Krise. Daher glaube ich, dass viele Italiener nicht weg gefahren sind, weil sie hohe Steuern zahlen müssen und Angst haben. Die Italiener gehen momentan nicht mehr auf Reisen“, ergänzt Designerin Cosima-Coccheri d´Inzilla aus Rom. Sparen statt Reisen lautet also heuer die Devise bei den Italienern. Und die bekommen auch die Hoteliers in Salzburg zu spüren.