Zederhaus erhält neuen Schutzwald
Zwölf Mitglieder des Alpenvereins aus ganz Österreich helfen dabei eine Woche lang mit. Mit Hacken und Sicheln bewaffnet, kämpfen sich die freiwilligen Helfer den steilen Hang hinauf. Es geht darum, unter professioneller Anleitung von Forstarbeitern Gestrüpp zu entfernen - eine wichtige Tätigkeit bei diesem Aufforstungsprojekt, erläutert Franz Klaushofer, Schutzwald-Referent der Landesforstdirektion.

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Bei dem Projekt helfen auch etliche Freiwillige.
„Jungpflanzen haben große Konkurrenz“
„Die Jungpflanzen, die hier gesetzt werden, haben große Konkurrenz durch die Strauchvegetation, Himbeeren, Kräuter. Und da muss man sie etwas unterstützen, dass sie zum Beispiel das richtige Licht bekommen, damit sie auch die Chance haben, gut zu wachsen.“
700 Jungbäume werden neu gesetzt
700 Jungbäume, vorwiegend Fichten und Lärchen aus dem Landesforstgarten, werden neu gesetzt. Denn viele der in den vergangenen Jahren bereits gepflanzten Bäumchen sind nicht aufgekommen, sagt Peter Hampl vom Alpenverein. „Wir haben gehört, dass da irgendwo Pflanzen gesetzt wurden, die jetzt verborgen sind, und wussten zuerst nicht, was wir tun sollen. Innerhalb einer Stunde haben wir dann gerade einmal zwei Pflanzen gefunden. Die anderen waren alle schon kaputt.“

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700 Jungbäume werden neu gepflanzt.
„Es geht auch um die Sicherheit der Autobahn“
Die Aufforstung bei Zederhaus hat hohe Priorität in der Landesforstdirektion, betont deren Leiter, Landesforstdirektor Michael Mitter. „Es führt hier die Tauernautobahn (A10) durch, eine sehr wichtige europäische Nord-Süd-Verbindung, sodass man durchaus davon sprechen kann, dass funktionierende Schutzwälder in diesem Bereich von überregionaler Bedeutung sind, um die Betriebssicherheit der Autobahn zu gewährleisten.“

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Das Schutzwald-Projekt dient auch der Sicherheit auf der Tauernautobahn.
Föhnstürme haben nahezu kahle Hänge hinterlassen
Die Föhnstürme vor zehn Jahren haben ja nahezu kahle Hänge hinterlassen, nur Lärchen blieben verschont, ergänzt Landesschutzwald-Referent Franz Klaushofer. "Lärchen sind Tiefwurzler. Sie können den Boden gut aufschließen, haben eine schöne Pfahlwurzel und sind dadurch gut im Boden verankert. Außerdem sind sie im Winter entnadelt und bieten dadurch dem Wind keine so große Angriffsfläche.
Arbeiten werden noch 15 Jahre dauern
Nach Schätzungen der Forstexperten wird hier auch die kommenden 15 Jahre gearbeitet werden müssen, bis ein intakter Hochwald ausreichend Schutz bietet gegen Muren, Steinschlag und Lawinen.
Link:
- Zu viel Wald im Pongau und Pinzgau(salzburg.ORF.at; 23.7.12)
Publiziert am 14.08.2012

