Weniger Geld für Hochwasserschutz

Nach dem Hochwasser 2002 floss soviel Geld wie nie zuvor in den Hochwasserschutz. Mit insgesamt 115 Mio. Euro konnten Schutzbauten etwa in Golling oder Mittersill fertiggestellt werden. Bei aktuellen Projekten ist nun aber mit Verzögerungen zu rechnen.

Im Frühsommer kam aus dem Lebensministerium in Wien die Nachricht, dass der Beitrag zu Hochwasserschutzbau-Projekten des Landes um 1,4 Millionen Euro gekürzt wird - bis 2016 wird es um sieben Millionen Euro weniger geben.

„Projekt in Hallein ist hauptbetroffen“

Da der Bund in der Regel mit 85 Prozent der Kosten bei Schutzbauvorhaben den Löwenanteil beisteuert, lässt dies bei den Beamten der Schutzwasserbauabteilung die Alarmglocken schrillen. Auch bei noch nicht fertiggestellten Projekten werde es Verzögerungen geben, sagt Hochwasserschutzbau-Leiter Robert Loizl.

„Hauptbetroffen ist natürlich bei den laufenden Vorhaben das derzeit größte Hochwasserschutz-Projekt in Hallein und natürlich die anstehenden wichtigen Projekte, wie im Ennspongau bei Altenmarkt, und genauso ist das Projekt in Zell am See/Bruck gefährdet“, sagt Loizl.

Hochwasserschutzreferent Sepp Eisl (ÖVP) will nun eine österreichweite Expertenkonferenz in Salzburg einberufen. Dort soll gegen die Kürzungen protestiert werden.

Link: