Offener MRT für Menschen mit Platzangst
Zielgruppe des offenen MRT sind Menschen mit Platzangst, Kinder, Übergewichtige und Sportler. Eine Investorengruppe hat sich das knapp 1,5 Millionen Euro kosten lassen. Neu an diesem offenen MRT ist, dass die Liege größer ist. So können beispielsweise Eltern ihre Kinder begleiten. Bisher mussten viele Kinder für die Untersuchung sogar in Narkose versetzt werden.
Offene Magnetresonanztomographen gibt es bereits einige. Aber nur in Salzburg und den Niederlanden stehen Geräte, die mit dem frei wählbaren Videoprogramm kombiniert sind - so kann man sich während der Untersuchung zur Ablenkung einen Film ansehen.

ORF
„Habe nach zehn Sekunden Notknopf gedrückt“
Der offene MRT ist auch sehr gut für Menschen mit Platzangst geeignet, die in einem konventionellen Gerät Panikattacken bekommen. Schlechte Erfahrungen mit einem herkömmlichen MRT Gerät hat Thomas Pertolt gemacht.
"Es war dann relativ eng, ich musste die Schultern zusammenziehen, man hat mich in eine Art Korb mit dem Kopf hineinverfrachtet. Man bekommt dann einen „Not-Aus"-Knopf und ich habe das innerhalb von zehn Sekunden schon das erste Mal verwende und habe mir geschworen, ich gehe nie mehr wieder in diese Röhre hinein“, sagt Thomas Pertolt.
Die Kosten für die Untersuchung im offenen MRT betragen rund 330 Euro. Die Krankenkasse leistet nur in Ausnahmefällen einen Beitrag.
Publiziert am 13.08.2012

