Verwendung von Steuern künftig aufgeschlüsselt

Alle Salzburger, die zurzeit ihren Lohnsteuerausgleich machen, bekommen jetzt erstmals eine genaue Auflistung der Verwendung ihres Steuergeldes. Dem Lohnsteuerbescheid des Finanzamtes liegt neuerdings ein Brief von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) bei.

Im Brief von Ministerin Fekter steht, wieviel jeder einzelne beispielsweise für das Schulsystem, die Bundesbahnen oder die Staatsschulden bezahlt. Die Steuerinformation sei Teil einer Transparenzoffensive, heißt es aus dem Finanzministerium.

Größter Teil für Soziales und Gesundheit

Ein Beispiel: Ein Salzburger Familienvater mit 42.000 Euro Einkommen im Jahr zahlt 12.000 Euro Steuern. Das steht im Brief der Finanzministerin und darunter die Torte mit den Details. Der größte Brocken, nämlich gut 2.000 Euro zahlt dieser Familienvater für Gesundheit, Soziales und Wohlfahrt im Jahr, etwas weniger für die Pensionen.

Je 1.000 Euro fließen in das Schulsystem und die Zinsen für die Staatsschulden. Forschung und Wissenschaft bekommen mit 550 Euro etwa gleich viel wie die ÖBB. Und der persönliche Beitrag zur Europäischen Union liegt für den Familienvater mit 42.000 Euro Einkommen bei 320 Euro im Jahr.

Vergleichsweise wenig bekommen Wirtschaft, Tourismus, Straßenbau und Landwirtschaft. Nicht aufgelistet ist im Brief der Finanzministerin, wie viel Geld in die Rettung des Euro fließt.