Hochwasser 2002 „heilsamer Schock“

Am 12. August 2002 wurden der Tennengau, die Stadt Salzburg und der Flachgau von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht. Die Stadt Salzburg schrammte haarscharf an einer Katastrophe vorbei. Doch es war ein heilsamer Schock, sagen Experten.

Hochwasser Salzach Amadeus Schiff

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Die leckgeschlagene Amadeus 2002.

In der Salzachsiedlung bei Golling (Tennengau) wurden 2002 rund 300 Häuser überflutet, die Bewohner eingeschlossener Gehöfte und Siedlungen mussten tagelang in Notquartieren untergebracht. In der Landeshauptstadt wurde das leckgeschlagene Salzachschiff Amadeus zum Symbolbild des Jahrhunderthochwassers - um ein Haar wäre das Schiff gekentert und die Altstadt überflutet worden.

Bei 8,26m Salzachpegel-Höchststand wurden alle Brücken gesperrt und auch die Wasserdurchflussmenge erreichte das zehnfache des Normalwertes.

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100 Millionen Euro für Hochwasserschutz

Dieses Schockerlebnis war heilsam, denn danach fuhren die Bagger auf und der Hochwasserschutzbau bekam soviel Geld wie nie zuvor, sagt Robert Loizl vom Hochwasserschutz des Landes.

„Da haben wir in etwa 100 Millionen Euro in diesem Raum investiert in den letzten zehn Jahren - das ist eine gewaltige Summe. Außerdem gibt es unzählige technische Schutzmaßnahme, wie etwa am Elisabethkai in der Stadt Salzburg“, so Loizl.

Heute haben die Stadtbummler die teuren Hochwasserschutzbauten in Beschlag genommen. Die Sitzmöbel sind 50 cm hohe Hochwasserdämme - im Ernstfall können die Lücken mit Aluminiumschotten geschlossen werden.

Hochwasserschutz Bauarbeiten Salzach

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Hochwasserschutz-Maßnahmen in der Stadt Salzburg.

Badespaß mit Hochwasserschutz

Das Naherholungsgebbiet Bürgerau in Kuchl (Tennengau) ist eigentlich ein Salzach-Überflutungsbecken, heute wird es an warmen Tagen gerne zum Abkühlen genutzt. Badespaß mit Hochwasserschutz verbunden hat man auch in Golling und die Salzachsiedlung ist heute durch einen kaum sichtbaren 100 Meter langen Erddamm geschützt.

„Wir hatten zwar immer wieder angespannte Situationen in den letzten Jahren, aber aufgrund der großen Retentionsflächen kommt die Salzach nie mehr so hoch herauf und die Bürger haben ruhige Nächte“, meint der Gollinger Bürgermeister Anton Kaufmann (ÖVP). Für den Hochwasserschutz musste Golling übrigens auch selbst in die Tasche greifen und einen Teil der Kosten von 16 Millionen Euro selber zahlen.