Favoritenrolle für ÖVP-Mann in Köstendorf
Köstendorf ist seit Jahrzehnten stark ÖVP-dominiert, der ÖVP-Kandidat Wolfgang Wagner zeigt sich deshalb erleichtert, dass es mit drei Kandidaten zu einer echten Wahl kommt. Matthias Mösl, Lokführer und Hobby-Imker, ging es darum, „dass es überhaupt mal eine Wahl geben kann und ich glaube, das nütze ich und wir werden sehen, was der Wähler sagt.“
Die parteifreie Franziska Dürr, die für die FPÖ kandidiert, will zehn Prozent der Wählerstimmen erreichen. „Ich bin ein sehr politischer Mensch und sehe einfach die Möglichkeit, dass ich in einer führenden Position mitgestalte.“

Peter-Paul Hahnl
Matthias Mösl, Franziska Dürr und Wolfgang Wagner.
„Köstendorf soll sich dörfliche Struktur bewahren“
In ihren Wünschen für Köstendorf unterscheiden sich die Kandidaten kaum. „Köstendorf soll sich nicht sehr verändern, sondern soll sich den ländlichen Charakter behalten“, sagt Mösl. „Der Ort soll seine dörfliche Struktur bewahren, soll aber auch vielfältiger werden und die Tradition neu beleben“, meint Dürr.
Zum Köstendorfer Klima gehört auch, dass alle Kandidaten das Wort Wahlkampf ablehnen, es keine Werbeplakate gibt und die Vertreter der kleineren Fraktionen die Favoritenrolle Wolfgang Wagners, Techniker bei der Salzburg AG, anerkennen.
„Müssen uns neuen Dingen öffnen“
Sein Programm für Köstendorf unterscheidet sich auch wenig von den Wünschen der Mitbewerber um das Bürgermeisteramt. „Ich glaube, wir haben eine sehr hohe Lebensqualität hier und das Wohlfühlen am Land gefällt uns einfach. Gemeinsam wollen wir uns das erhalten. Ich glaube, dazu braucht es nicht viel Neues, aber trotzdem müssen wir uns auch neuen Dingen öffnen. Gerade im Bereich Energie hat sich Köstendorf sicherlich einen Namen gemacht“, meint Wagner.
Wagner gibt sich mit dem Blick auf seinen Vorgänger bescheiden: „Bürgermeister Krois hat da die Latte natürlich sehr hoch gelegt. Ich denke, wenn man über 50 Prozent ist und somit im ersten Wahlgang gewählt wird, wäre das mein Ziel.“
Mit einer hohen Wahlbeteiligung der Köstendorfer und einer Entscheidung ohne Stichwahl rechnen alle drei Kandidaten.
Publiziert am 10.08.2012

