Immer mehr halten „Exoten“
Ein Extrembeispiel ist Lorenz Millinger aus Elsbethen (Flachgau). Der Reptilienliebhaber beherbergt in seinem Keller 35 Terrarien mit Exoten. Er hat vor allem Reptilien aus Südostasien und Südamerika. Giftschlangen sind nicht dabei, nur Nattern und Würgeschlangen - darunter ausgesprochene Raritäten.
Schon in seiner Kindheit habe er sich für Echsen und Schlangen interessiert, in langen Auslandsaufenthalten wurde diese Liebe gefestigt: „Ich habe schon über 25 Jahre Reptilieninformationen aus Büchern aufgesaugt. Und ich habe mir geschworen: Wenn ich einmal die Möglichkeit habe, Reptilien zu halten, werde ich das tun.“

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„Brauchen nicht diese Zuneigung“, keine Haare
Doch eine Echse als Haustier ist nicht mehr ganz so ungewöhnlich wie noch vor einigen Jahren. Auch Zoofachhändlerin Andrea Schwab beobachtet die wachsende Zuneigung zu exotischen Tieren.
Diese habe viele Gründe, sagt Schwab: „Dass die Reptilien nicht diese menschliche Zuwendung brauchen. Sehr viele Leute sind berufstätig, haben nicht die Zeit. Haben dann vielleicht ein schlechtes Gewissen, wenn man Häschen oder Meerschweinchen nicht regelmäßig laufen lassen kann. Es kommt vielleicht auch noch eine Tierhaarallergie dazu. Da ist eine Schlange oder eine Spinne doch deutlich einfacher.“

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Lorenz Millinger bei seinen Terrarien
„Haltung große Verantwortung“
Ein weiterer Grund ist einfach ein Faible für Echsen und Schlangen - so wie bei Lorenz Millinger: „Ein bisschen Spinner ist jeder mit seinen Hobbys, glaube ich. Aber Reptilienhaltung ist eine sehr große Verantwortung und man muss auch ein sehr großes Wissen mitbringen.“
Mit der Pflege seiner Schützlinge verbringt Lorenz Millinger mehrere Stunden pro Tag - kein Problem für ihn, er ist Privatier.
Links:
- Pflichtausbildung für Reptilienhalter gefordert (salzburg.ORF.at, 8.8.2012)
- Sieben Schlangen in Wohnung gehalten (salzburg.ORF.at, 7.8.2012)
Publiziert am 09.08.2012

