Musikpreis 2013 für Georg Friedrich Haas

Der Musikpreis 2013 geht wieder an einen Österreicher. Nach Friedrich Cerha 2011 erhält im nächsten Jahr Georg Friedrich Haas die hochdotierte Auszeichnung. Im Mozartjahr 2006 wurde dieser Preis von der Landeskulturabteilung ins Leben gerufen.

Der Preis wurde ins Leben gerufen, um das Ansehen Salzburgs in der zeitgenössischen Musik zu festigen. Zu dem mit 60.000 Euro dotierten Hauptpreis gibt es auch 20.000 Euro für den Förderpreis, beide Preisträger wurden am Donnerstag vorgestellt.

Georg Friedrich Haas, 1953 in Graz geboren - also eine Generation jünger als der letzte Preisträger - hat noch nicht dessen Berühmtheit, wird aber innerhalb der Musikszene auch über Österreich hinaus geschätzt.

Vielseitigkeit Haas’ entscheidendes Kriterium

In Salzburg waren seine Werke vielfach zu hören - erste Aufführungen gab es bei den Aspekte-Festivals in den 1980er Jahren, Markus Hinterhäuser hat Stücke von Haas vielfach aufs Programm gesetzt.

Hinterhäuser hat als Jurysprecher als ein wesentliches Kriterium die Vielseitigkeit von Georg Friedrich Haas gewürdigt. Haas hat Opern, Kammermusik und Orchesterwerke geschrieben. Und außerdem: „Die Tatsache, dass da ein Komponist am Werk ist, der äußerst reflektiert vorgeht, sich auch Zeit lässt, und keine unkomplizierte Grammatik hat, die aber doch im besten und schönsten Sinn hörbar und erlebbar ist“, meint Hinterhäuser.

Wichtiger Bestandteil des öffentlichen Interesses

Mit Mozart in einem Atemzug genannt zu werden, das hält der Preisträger für überzogen. Doch im Anspruch, den er an Kunst stellt, wollte Haas durchaus Verbindungen zu Mozart gelten lassen.

„Dass Kunst etwas ist, das immer wieder von Neuem geschaffen wird und von Neuem an die Grenzen gehen muss, und dass das ein Bestandteil des öffentlichen Interesses ist, das halte ich für sehr wertvoll“, so Haas selbst. Der Förderpreis geht an den italienischen Komponisten Aureliano Cattaneo, beide Komponisten werden beim Biennale-Festival im März des kommenden Jahres ihre Preise erhalten und dann mit einem Festkonzert geehrt.