Erstes Studium zu Thema „Migration“

An der Uni Salzburg startet ab Herbst das österreichweit erste Studium zum Thema „Migration“. Damit reagiert die Universität auf den Bedarf nach qualifizierten Mitarbeitern im Bereich Integration. Das fächerübergreifende Angebot schließt mit einem Zertifikat ab.

Migration wird in Österreich meistens negativ diskutiert. Mehr seriöse Information könnte das ändern, ist die Salzburger Historikerin und Migrationsforscherin Sylvia Hahn überzeugt und hat deshalb eine fächerübergreifende Studienergänzung zum Thema „Migration“ konzipiert.

"Die Studienergänzung „Migration-Studies" ist ein erster Versuch das hier in Österreich zu installieren. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass den jungen Menschen klar gemacht wird, dass Migration ein Teil der ‚Conditio Humana‘ ist, dass es nicht ein momentanes aktuelles Phänomen ist, sondern dass es eine gesellschaftliche Entwicklung nicht gibt, ohne dass die Menschen wandern“, so Hahn.

Bessere Chancen am Arbeitsmarkt

Wie schaut das Asylrecht aus? Was sind ökonomische Folgen der Migration? Welche sozialen Probleme sind mit Migration verbunden? Mit der ungefähr viersemestrigen gebündelten Studienergänzung haben angehende Juristen, Politikwissenschaftler, Historiker oder Psychologen sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, ist Sylvia Hahn überzeugt.

„Hier gehen ja die Jobmöglichkeiten vom kleinen Verein bis hinauf zu den großen, internationalen Organisationen, wie EU und UNO“, so die Forscherin. Beim Migrationsstudium, das bald zu einem Masterstudium ausgebaut werden soll, soll eng mit Einrichtungen aus der Praxis zusammengearbeitet werden, betont Hahn.