Pflichtausbildung für Reptilienhalter gefordert

Reptilienhalter in Österreich sollten - so wie in Deutschland - eine verpflichtende Ausbildung machen. Das fordert der Tierarzt des Zoos Salzburg nach dem Fund von sieben Schlangen in einer Wohnung in Salzburg-Herrnau.

Es waren zwei Kornnattern, eine Boa Constrictor und vier Königspythons, die von der Feuerwehr aus der Wohnung geborgen wurden. Die Schlangen sind alle rund 1,20 Meter lang und ungiftig. Für die Haltung von Reptilien - egal ob giftig oder nicht - besteht zwar eine Meldepflicht. Im konkreten Fall waren die Tiere aber nicht gemeldet.

"Macht Sinn, wenn man sich damit beschäftigt

Die Meldepflicht allein sei nicht ausreichend, meint Zoo-Tierarzt Jochen Lengger. Er schlägt einen verbindlichen Ausbildungsnachweis vor: „In Deutschland gibt es diese Vorschriften schon, dass man Kompetenz nachweisen muss. Wenn man diese Tiere hält, die teilweise schwer zu halten sind, weil sie gewisse Ansprüche an Temperatur oder Luftfeuchtigkeit stellen, macht es natürlich auch Sinn, wenn man sich damit entsprechend beschäftigt.“

Gegen die Besitzerin der sieben Schlangen bestand bereits ein Tierhalteverbot wegen Tierquälerei. Sie muss nun mit einer Verwaltugnsstrafe bis zu 7.500 Euro rechnen.

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