Security-Mitarbeiter „schlecht ausgebildet“

Viele Security-Firmen bilden ihre Mitarbeiter schlecht oder gar nicht aus - aus Angst vor Mehrkosten. Das kritisiert Nationalratsabgeordneter Johann Maier (SPÖ). Eine gesetzliche Ausbildungs-Pflicht scheitere bisher am Widerstand der großen Sicherheitsfirmen.

Anlass für den Ärger Maiers ist die Schlägerei nach Ende eines Strandfestes in Lochen (OÖ): Offenbar waren dorft zu wenige Sicherheitsmitarbeiter im Dienst - nur vier statt sechs. Nach der Sperrstunde gegen 3.00 Uhr früh sollen die Männer auf drei Partygäste losgegangen sein, angeblich völlig grundlos. Zwei Gäste mussten verletzt ins Spital, ein jüngerer Besucher wurde von einem Hund des Sicherheitsdienstes gebissen.

„Türsteher provozieren sehr oft“

Für den Nationalratsabgeordneten und Konsumentenschützer Johann Maier ist das ein Fall von vielen: „Das wundert mich absolut nicht. Eines stellt man immer wieder fest: Die Türsteher können nicht zur Deeskalation beitragen, sie provozieren sehr oft. Und dann kommt es zu einer Schlägerei mit Verletzten.“

Große Sicherheitsheitsdienste verhindern Gesetz

Maier fordert seit zehn Jahren eine strenge Ausbildungspflicht für den privaten Sicherheitsbereich. Kleinere Firmen seien auf diesen Zug schon aufgesprungen, doch die großen Forman am Markt würden sich weigern und sich gegen ein Gesetz stemmen, sagt Maier: „Die große Blockade kommt von den großen Sicherheitsunternehmen, die sozusagen im Massengeschäft drinnen sind und die derzeit nicht bereit sind, einer umfassenden gesetzlichen Regelung zuzustimmen. Natürlich kostet Ausbildung Geld - und ich glaube, sie haben einfach zuviel Angst, Geld investieren zu müssen.“

Nach dem jüngsten Zwischenfall in Lochen will Maier jetzt neuerlich versuchen, strengere Regeln für Sicherheitsdienste durchzubringen.

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