Publikum lobt Residenz-Dach, Künstler weniger
Beim „Labyrinth“-Bühnenspektakel im Residenzhof musste das neue Dach erstmals das Publikum vor Regen schützen. Obwohl das die Akustik keineswegs positiv beeinflusst, war das Premierenpublikum begeistert: „Die Akustik war gut - trotz des Daches. Er war nur kurzer Regen - und trotz des Daches war’s sehr gut“, sagt eine Besucherin.

ORF
„Man donnert über die Sänger drüber“
Die Musiker sehen die Sache anders: Sie sprechen von einer „Badewannenakustik“ und müssen gegen gewisse Probleme ankämpfen. „Es wird lauter, pauschaler, halliger einfach“, sagt Markus Tomasi, Konzertmeister des Mozarteum-Orchesters, „Man hat das Gefühl, dass man irgendwie über die Sänger drüberdonnert. Man kann nicht nicht spielen. Wir haben zweimal die Situation in den Proben gehabt, wo leider so ein Platzregen von statten gegangen ist - da mussten wir für 20 Minuten abbrechen.“
Dirigent Ivor Bolton nahm es sportlich: „Wir haben im zweiten Akt gegen das Wetter verloren. Ich hoffe, dass wir bei den nächsten sechs Vorstellungen immer gewinnen.“
Link:
- „Das Labyrinth“: Umjubelt, aber entbehrlich (salzburg.ORF.at, 4.8.2012)
Publiziert am 04.08.2012

