Gutachter prüfen 21.000 Bäume

Eigens engagierte Baumgutachter prüfen in der Stadt Salzburg 21.000 Bäume, um bei Sturm Schaden und Haftungsansprüche durch umstürzende Bäume zu vermeiden. Eine hundertprozentige Garantie sei das trotzdem nicht, sagt Gartenamtsleiter Wolfgang Saiko.

In Pöchlarn (NÖ) sind erst Samstagabend bei einem Mittelalterfest zwei Menschen durch umgestürzende Bäume ums Leben gekommen. In der Landeshauptstadt droht bei ähnlichen Naturereignissen Gefahr durch 21.000 Bäume. Um diese Gefahr möglichst gering zu halten, beauftragt das Gartenamt eigens externe Sachverständige, die die Bäume begutachten. Über die Kosten schweigt Saiko. Der Aufwand stehe aber in jedem Fall dafür, sagt Saiko. „Der externe Sachverständige schreibt uns einen Bericht ob der Baum sicher ist, bzw. welche Maßnahmen zu setzen sind, damit er sicher ist. Diese Maßnahmen muss das Gartenamt umsetzen“, so Saiko.

Auch gesunde Bäume sind bei Sturm gefährdet

Juristisch sind Haftungen bei umgestürzten Bäumen eine heikle Sache, Sachschäden habe es in Salzburg zwar schon gegeben, aber keine Personenschäden, so Saiko. Bei heftigen Stürmenm können jederzeit auch gesunde Bäume brechen. „Da werden Bäume umgeworfen, die gesund sind - Kürzlich passiert am Kinderspielplatz in Hellbrunn. Der Park war zu dem Zeitpunkt gesperrt“, sagt Saiko.

Umgestürzte Weide im Hellbrunner Park

ORF

Saiko: Manche bei Sturmwarnung uneinsichtig

Es habe aber auch schon Fälle gegeben, wo das Gartenamt bei Sturmwarnung versucht hat, den Hellbrunner Park zu räumen. Allerdings wäre dazu Polizeigewalt nötig gewesen, manche Besucher haben sich geweigert, den Park zu verlassen. Eine halbe Stunde später sind vom Sturm sechs Fichten gefällt worden. Den jüngsten Unfall in Pöchlarn sowie die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung will Saiko nicht kommentieren.

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