Extremer Run auf Festspielkarten

Der Run auf Karten für die Salzburger Festspiele ist heuer so groß wie seit Jahren nicht. Entsprechend gut geht auch der Schwarzhandel, vor allem online. Doch die Festspiele warnen: Ob die meist extrem überteuert angebotenen Karten tatsächlich existieren, sei fraglich.

Warteschlangen im Festspielkartenbüro sind heuer ein gewohnter Anblick. Wer noch Restplätze für Opern wie „La Boheme“, die „Zauberflöte“ oder „Carmen“ ergattern will, hat so gut wie keine Chance. Seit Monaten sind auch die teuersten Opernkarten um 400 Euro weg, sagt Christoph Engel, Leiter des Festspielkartenbüros.

„‚La Boheme‘ ist schon seit unserer Bestellphase im Januar ausverkauft und wir konnten nicht alle Kartenwünsche erfüllen“, so Engel. Enttäuschte Kunden wenden sich an Online- Auktionskäuser. Karten, die um 400 Euro eingekauft wurden, werden mitunter um den doppelten Preis weiterverkauft.

„Kann Kunden nur vor Online-Kauf warnen“

Dieser Schwarzhandel ist den Festspielen ein Dorn im Auge. „Wir versuchen dem Einhalt zu gebieten, indem wir - wenn wir wissen, woher die Karten kommen - denjenigen auffordern, dass er so überteuerte Karten wieder aus dem Netz nimmt. Und man kann die Kunden nur warnen, hier Vorsicht walten zu lassen. Denn wir haben auch schon erlebt, dass die bestellten Karten nie ankommen und das Geld ist aber weg“, erklärt Engel.

Auch im Kartenbüro Polzer sind die begehrten Opernkarten seit Monaten ausverkauft. Die Nachfrage an Opernkarten ist heuer so groß wie zuletzt im Mozartjahr. Auch bei der Ouvertüre Spirituelle sei der Kartenverkauf hervorragend gelaufen, berichten Festspiele und Kartenbüro Polzer.

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