Urheber des Anti-Politikerplakats geoutet
Schaden brachte auch den Wirtschaftsbund als Verantwortlichen ins Spiel. Nun hat sich Sternbräu-Wirt Harald Kratzer als einer der Urheber des Plakates geoutet. Es sei aber keine Aktion des Wirtschaftsbundes oder der ÖVP gewesen, so Kratzer. Der Wirtschaftsbund habe nur geholfen, die Plakate zu drucken.
Obwohl es schlechtere Standorte geben dürfte als Großgasthöfe mitten in der Salzburger Altstadt zur Hochsaison, klagt Kratzer die Umsätze seien seit der neuen Verkehrslösung um zehn bis 15 Prozent geringer als im letzten Sommer. Die Idee zu den Anti-Politiker-Plakaten sei bei einem Treffen in seinem Gasthof entstanden - aus Zorn, dass man die Schuld den Altstadt-Betrieben zugeschoben habe.

ORF
Geschäftsleute: „Politische Verantwortung gefordert“
„Da geht es um politische Verantwortung. Es müssen sich Politiker dran gewöhnen, dass sie für ihre politischen Handlungen auch verantwortlich gemacht werden und wir haben sie einfach vor den Vorhang geholt. Es kann nicht sein, dass diese Parteien das in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung beschließen und sich dann hinter ihrer Partei verstecken. Das ist nichts Unanständiges, das wir hier gemacht haben und es tut nicht die Grenzen des schlechten Geschmacks sprengen“, sagt Kratzer. Den Vorwurf, mit der Plakataktion an Propagandaplakate der Dreißigerjahre anzuknüpfen, weist Kratzer vehement von sich.
Publiziert am 30.07.2012

