Banküberfall wegen Drogensucht: Sieben Jahre Haft
„Gebt mir das Geld - aber nur die 500-Euro-Scheine“: Diese Worte richtete der Bürmooser am 10. Mai an die beiden Angestellten der Raiffeisenkasse in der Elisabethstraße in der Stadt Salzburg. In der einen Hand hielt er ein Messer, in der anderen eine Plastiktasche und am Kopf hatte er Strumpfhose. Dann legte er das Messer beiseite, half der verschreckten Angestellten noch, das Geld in das Sackerl zu packen und flüchtete.
Nach Überfall direkt nach Wien zum Drogenkauf
Mit einem Taxi machte sich der 28-Jährige auf nach Wien - direkt zum Karlsplatz, um dort Drogen zu kaufen. Seine Sucht und die starken Entzugserscheinungen hätten ihn zu der Tat veranlasst, sagte der Bürmooser bei dem Prozess am Freitag. Er sei zu früh aus dem Entzug entlassen worden, begründet er reuig seine Tat.
Eine knappe Woche nach dem Überfall wurde der Salzburger von der Wiener Polizei durch Zufall aufgegriffen - er zeigte sich voll geständig und führte die Beamten zu der Beute. Von den 17.000 Euro waren nur mehr knapp 4.000 übrig.
Urteil noch nicht rechtskräftig
Der Mann wurde wegen Diebstahls, schweren Raubs und nach dem Suchtmittelgestz angezeigt - verurteilt wurde er letztlich zu sieben Jahren und zwei Monaten unbedingter Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft gab noch keine Erklärung ab, die Verteidigung erbat Bedenkzeit.
Link:
- Mutmaßlicher Bankräuber in Wien gefasst (salzburg.ORF.at, 18.5.2012)
- Banküberfall: Täter identifiziert (salzburg.ORF.at, 10.5.2012)
Publiziert am 27.07.2012

