Biennale wehrt sich gegen ÖVP-Vorwürfe
„Das Festival hat in den vergangenen Jahren so gewirtschaftet, dass die Konten ausgeglichen und keine Schulden entstanden sind“, betont Geschäftsführerin Heike Posch.
Der schwarze Klubobmann im Stadtparlament hatte am Wochenende kritisiert, dass die Biennale bei Ausgaben von rund einer Million Euro nur noch rund 29.000 Euro mit den Kartenverkäufen eingenommen hätten: „Das sind nicht einmal vier Prozent. Dafür schießt allein die Stadt pro Biennale 600.000 Euro Steuergeld zu.“ Fuchs bezeichnete die Bilanz für 2011 wörtlich als „katastrophal“.
Zudem würde die künstlerische Leiterin mit 40.000 Euro um 10.000 Euro mehr als ihr Vorgänger im Jahr 2009 erhalten.
Vorwürfe der ÖVP vehement zurückgewiesen
Biennale-Geschäftsführerin Posch entgegnet, die künstlerische Leiterin Heike Hofmann habe „durch ihre hervorragenden Kontakte zu Stiftungen“ für das Festival 2013 Drittmittel in der Höhe von 128.000 Euro aufgebracht. Durch diese Initiative werde es möglich sein, die Eigenaufbringung für 2013 auf mehr als 20 Prozent zu steigern. „Dies ist ein für Kulturorganisationen durchaus üblicher Prozentsatz“, betont Posch. Zudem sei ein Drittel der Verwaltungskosten durch Optimierungsmaßnahmen eingespart worden.
Ein Festival zeitgenössischer Musik könne aber trotz aller Bemühungen niemals mit kommerziellen Festivals verglichen werden, argumentiert Posch.
„Biennale für Zukunft bestens gerüstet“
Es gebe einen intensiven Leitbildprozess, mit einer Fülle von Maßnahmen wie einem verbesserten Kartenvertrieb, speziellen Vermittlungsangeboten und vermehrten Kooperations- und Ko-Produktionspartnern sei die Salzburg Biennale für die Zukunft bestens gerüstet. Das Festival findet alle zwei Jahre an vier Wochenenden im März statt.
Link:
Geldnot: „Biennale droht Absturz“ (salzburg.ORF.at; 20.07.2012)
Publiziert am 23.07.2012

