Zu wenig Kinderbetreuung in Ferien
Nur langsam kommt Bewegung ins starre System. In Goldegg (Pongau) zum Beispiel bietet die Gemeinde heuer erstmals in den Sommerferien durchgehende Betreuung an - zumindest für Sechs- bis Zwölfjährige.

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In Goldegg können die Kinder wählen, ob sie sich der Bastelgruppe oder der Spielgruppe anschließen. Ganz hoch im Kurs steht das Vorlesen von Geschichten. Lisa (11 Jahre) und Kevin (7) sagen, besonders gefallen ihnen die Indianertänze, das Basteln von Trommlen und Traumfängern: „Wir spielen viel mit Lego, und wenn das Wetter passt, gehen wir zum Schwimmen.“
Wochen & Tage mit Schwerpunkten
Drei junge Frauen aus Goldegg arbeiten im Sommer mit den Kindern. Eine ist beispielsweise ausgebildete Volksschullehrerin, eine wird Bühnenbildnerin in Wien. Alle drei sind über den Sommer als Ferialpraktikantinnen bei der Gemeinde Goldegg beschäftigt.
Sobald es das Wetter zulässt, stürmen die Kinder ins Freie, sagt Betreuerin Sabrina Stadler: „Wir haben uns Wochenschwerpunkte überlegt, dazu gibt es Tagesschwerpunkte. Wichtig ist, das Programm jeden Tag abwechslungsreich zu gestalten. Unser Konzept passen wir natürlich dem Alter der Kinder und ihrer Anzahl an.“

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Mehr Bedarf als erwartet
Zehn Goldegger Kinder sind schon in der ersten Ferienwoche von ihren Eltern angemeldet worden - mehr als die Initiatoren vermutet haben, betont Hans Mayr, Bürgermeister von Goldegg (ÖVP):
Die Mundpropaganda könnte dazu führen, dass bald mehr Kinder das Ferienangebot nützen. Eltern und Alleinerzieher in anderen Regionen Salzburgs hoffen, dass möglichst bald auch andere Gemeinde das Goldegger Modell übernehmen.
Links:
- Kinderbetreuung in Salzburg wird ausgebaut (salzburg.ORF.at; 11.01.2012)
- Lob für Nachmittagsbetreuung an Gymnasien (salzburg.ORF.at; 17.06.2012)
Publiziert am 23.07.2012

