Debatte über Förderungen für Religionen

Die Größenverhältnisse der Religionsgemeinschaften in Salzburg spiegeln sich nicht bei Förderungen aus dem Landesbudget, kritisiert die SPÖ. Sie will von Landesrätin Tina Widmann (ÖVP) wissen, warum sich manche Relgionsgruppen nicht unter den Geförderten finden?

In Salzburg gebe es bereits 27.000 Muslime. Damit sei der Islam bereits die zweitgrößte Religionsgemeinschaft. Diese solle gleich stark wie die evangelische Kirche mit ihren 25.000 Mitgliedern gefördert werden, heißt es in der einer Landtagsanfrage der SPÖ. Dazu wird die Frage gestellt, warum sich Buddhisten und Serbisch-Orthodoxe nicht unter den Geförderten finden.

Geld hauptsächlich zur Rettung alter Kunst

Laut aktuellem Aufteilungsschlüssel der Subventionen aus dem Landesbudget - von rund 400.000 Euro jährlich - erhält die katholische Kirche knapp zwei Drittel, sagt dazu die zuständige Landesrätin Tina Widmann (ÖVP). Grund sei die Anzahl der kunsthistorisch wertvollen Objekte. Die Förderungen würden hauptsächlich zur Erhaltung und Restaurierung dieser Objekte verwendet, so Widmann.

Auch die evangelische Christuskirche in der Stadt Salzburg ist mit 100.000 Euro im Budget zu finden.

Förderungsanträge von Buddhisten, Serbisch-Orthodoxen oder Muslimen würden genauso amtlich geprüft wie die der anderen Religionsgemeinschaften, so Landesrätin Widmann.