Festspiele: Haydns „Schöpfung“ bejubelt
Alexander Pereira als neuer Intendant hat beschlossen, eine „Ouverture spirituelle“ - eine Reihe mit geistlicher Musik - an den Beginn seines ersten Festspielsommers zu setzen.

ORF
Haydn: Ohnen seinen Einfluss hätte es keinen Mozart gegeben, wie wir ihn in heutiger Form kennen
Es hat schon etwas von einer programmatischen Idee: Sich zu Beginn einer neuen Ära die Welt wieder neu zu erfinden, alles wieder auf Anfang zu stellen. Auch Joseph Haydn hatte so etwas im Sinn gehabt, als er sich - nur wenige Jahre nach der Französischen Revolution - musikalisch eine neue Welt erschuf und den Menschen mitteilte, sie sollten sich nicht zu groß fühlen und lieber Gott eifrig loben.
Crew nicht wirklich sattelfest
Eifrig bejubelt wurden Freitag im deutlich nicht ausverkauften Großen Festspielhaus der britische Dirigent John Eliot Gardiner. Sein Monteverdi Chor und auch die English Baroque Soloists, die auf historischen Instrumenten spielten, waren allerdings nicht wirklich brillant und nicht völlig sattelfest.
Es war eine Aufführung, die aus künstlerischer Sicht viele Wünsche offengelassen hat. Aber die „Schöpfung“ soll auch in den nächsten Jahren die Festspiele einleiten. Dann gibt es wieder Gelegenheiten, alles neu zu denken und neu aufzuführen.
Umfangreiches Programm am Wochenende
Samstag wird der Festspielauftakt weiter gefeiert und, wenn es sein muss, dem Regen getrotzt. Der Fackeltanz konnte Freitagabend in einer Regenpause stattfinden. Samstag beteiligen sich auch Festspielkünstler an diesem Fest. Es gibt Konzerte auf Plätzen auf überdachten Bühnen, Lesungen, Aufführungen des Straßentheaters, Stadtführungen und Galerien-Rundgänge - vieles davon in geschlossenen Räumen.
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Publiziert am 21.07.2012

