Förderprogramm für Salzkammergut

Nach dem Lungau startet das Land jetzt auch für das Salzkammergut ein Tourismus-Sonderförderprogramm. Zwei bis drei Millionen Euro stellt Tourismusreferent Wilfried Haslauer dafür aus seinem Ressort zur Verfügung.

Es geht dabei vor allem um Modernisierungen, aber auch um neue Betten, insbesondere in der mittleren Klasse. Gefördert werden aber auch Qualitätsverbesserungen von Privatzimmervermietern. Das Förderprogramm ist zeitlich begrenzt und läuft bis Ende 2013.

Viel Modernisierungsbedarf in der Hotellerie

Das Salzkammergut ist eine der traditionsreichsten Tourismusregionen Österreichs - dem entsprechend sind andrerseits vielerorts Modernisierungen nötig. Mit dem neuen Förderprogramm werden sie unterstützt - es geht etwa um neue Betriebe der Vierstern-Kategorie, aber zum Beispiel auch um den Einbau einer Sauna oder von Wellness-Einrichtungen im Haus.

21.450 Euro Förderung bei 150.000 Euro Investition

Wenn ein Betrieb mehr als 100.000 Euro investiert, fördert das schon jetzt die österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT). Mit der Förderung des Landes gibt es noch deutlich mehr Geld, erklärt Tourismusreferent Wilfried Haslauer an einem Beispiel. „Wenn ein Hotelier 150.000 Euro investiert, so erhielt er bisher von den ÖHT einen Zuschuss von 7.500 Euro. Mit dem Sonderförderprogramm des Landes kommen zusätzlich 13.950 Euro an Förderung dazu. Das heißt, der Betrieb erhält in Summe 21.450 Euro an Förderung bei einem Investitionsvolumen von 150.000 Euro. Ich finde, das ist eine sehr attraktive Förderung.“

„Tourismuschef: Programm kommt zur rechten Zeit“

Gefördert werden aber auch Qualitätsverbesserungen von Privatzimmervermietern. Für die Region komme das Förderprogramm zur rechten Zeit uns sei auch dringend notwendig, betont der Direktor der Tourismusregion Wolfgangsee, Hans Wieser.

Massiver Bettenschwund in der Wolfgangsee-Region

„Vor 15 Jahren hatten wir in den drei Gemeinden am Wolfgangsee, also St.Gilgen, Strobl und St.Wolfgang in Summe noch 12.000 Gästebetten, jetzt sind es nur mehr 8.500. Dabei ist die Infrastruktur am Wolfgangsee auf diese 12.000 Betten von seinerzeit ausgelegt. Zum Beispile sind Restaurantplätze und der Handel sind nicht im selben Maß geschrumpft wie die Anzahl der Gästebetten. Daher bräuchte die Wolfgangsee-Region zumindest 10.000 Gästebetten.“ In der Fuschlseeregion fällt der Bettenschwund nicht ganz so hoch aus: "Immerhin haben aber auch wir in diesem Zeitraum rund zehn Prozent an Gästebetten verloren, ergänzt Tourismuschefin Hildegund Schirlbauer.