Trafikanten bangen um Existenz

Salzburgs Trafikanten bangen um ihre Existenz. Die Österreichische Lotteriegesellschaft plant nämlich eine Ausdehnung ihrer Lottoannahmestellen um 50 Prozent auf Tankstellen, Post- und Bankfilialen.

Damit würden die Trafiken bis zu ein Drittel ihres Geschäftes verlieren, bangen die Tabakhändler. So mancher Trafikant dürfte sogar sein Geschäft zusperren müssen, wird befürchtet.

2.000 neue Annahmestellen sollen hinzukommen

4.000 Lottoannahmestellen gibt es derzeit in Österreich und 2.000 neue sollen hinzukommen - so plant es zumindest die Österreichische Lotteriegesellschaft. Die 170 Salzburger Trafikanten müssen ihr Lottogeschäft künftig mit Tankstellen, Banken und Postfilialen teilen.

Branchensprecherin: „Befürchte Schließungen“

Zu den bestehenden gut 200 Lottoannahmestellen in Salzburg sind jetzt 160 neue geplant. Damit könnten Tankstellen, Bank und Postfilialen den Trafikanten ihr wichtigstes Nebengeschäft wegnehmen, klagt Trafikanten-Sprecherin Barbara Schiller. „Im schlimmsten Fall befürchte ich Schließungen von Trafiken. Vor allem für jene Trafikanten, die jetzt noch gerade so durchkommen, wird es unter Umständen existenzgefährdend.“

„Ein Drittel des Geschäfts mit Lottoscheinen“

Bis zu einem Drittel des Geschäftes mache eine Trafik heutezutage mit den Lottoscheinen, betont Schiller. „Ich finde die Entwicklung vor allem deshalb furchtbar, weil da so viele Behinderten-Arbeitsplätze dranhängen. In Salzburg werden derzeit mehr als 50 Prozent der Trafiken von Behinderten geführt. Diese Leute haben zum Teil überhaupt keine Chance, sich irgendeine andere Existenz aufzubauen.“

„Hoffe auf letzte Verhandlungen“

Schiller setzt ihre Hoffnung jetzt noch auf die Verhandlungen mit der Lottogesellschaft.