Geldnot: „Biennale droht Absturz“

Der Salzburger Biennale für moderne Musik droht laut ÖVP in der Stadt Salzburg der finanzielle Absturz. Das Festival werde immer teurer, gleichzeitig würden die Kartenverkäufe ins Bodenlose fallen.

Das städtische Kontrollamt hatte erhebliche Finanzschwierigkeiten thematisiert, ein interner Prüfbericht zeigt: Es werde nur immer noch schlimmer statt besser.

30.000 Euro Einnahmen, mehr als ein Million Kosten

Nicht einmal ganz 30.000 Euro hat die Biennale 2011 an Karteneinnahmen erwirtschaftet, die Kosten für das Festival liegen dagegen bei mehr als einer Million Euro. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Subventionen, also um Steuergeld. Ein interner Bericht von Altstadtverband und städtischer Finanzabteilung zeigt jetzt offen Zweifel, ob die Biennale weiterbestehen soll.

„Es drängt sich die Frage auf, ob der Aufwand, finanziell und personell, noch in einem vertretbaren Verhältnis steht“, ist in dem Bericht unter anderem zu lesen.

ÖVP-Klubchef übt heftige Kritik an fehlenden Belegen

Kritik kommt vor allem von der ÖVP und deren Klubchef Christoph Fuchs. Er ärgert sich vor allem darüber, dass die künstlerische Leitung 20.000 Euro an Spesen ausgegeben darf, ohne einen einzigen Beleg dafür vorweisen zu müssen. Trotz allem wird der Altstadtverband jetzt verpflichtet, die Biennale weiter zu unterstützen - und zwar mindestens bis 2022.