Lungau ab sofort größter Biosphärenpark Österreichs
Was ist ein Biosphärenpark?
Die UNESCO zeichnet Regionen aus, die besonders viel Wert auf eine umweltverträgliche und nachhaltige Entwicklung legen. Weltweit gibt es mehr als 400 Biosphärenparks, die sich durch unberührte Natur und eine schützenswerte Kulturlandschaft auszeichnen. Das Ziel ist ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz von Natur und der Förderung wirtschaftlicher Entwicklung zu schaffen.
Der Bürgermeister von St. Michael, Manfred Sampl (ÖVP), gilt als vehementer Befürworter des Projektes. Er sagt, für den Lungau biete sich durch den Biosphärenpark eine einmalige Chance. Vor allem der Tourismus könne durch die Auszeichnung Biosphärenpark angekurbelt werden.
Vorteil statt Nachteil
„Wir haben im Lungau einen sehr ursprünglichen Lebensraum. Das wurde bisher manchmal als Nachteil angesehen, aber jetzt können wir daraus einen Vorteil schlagen. Wir hoffen, dass wir unsere Region durch den Biosphärenpark den Menschen noch näherbringen können“, sagt Sampl.
Kritiker befürchten Probleme in der Zukunft
Doch es gibt auch Kritiker. Liftbetreiber Peter Schitter befürchtet durch den Biosphärenpark Probleme bei künftigen Investitionen. Bürgermeister Sampl versucht, die Skeptiker zu besänftigen: „Der Biosphärenpark besteht aus der Zonen: der Kernzone, der Pflegezone und der Entwicklungszone. Alle wichtigen Unternehmen - vor allem die Skiliftbetreiber - sind in der Entwicklungszone positioniert und da gibt es keine Einschärnkungen und somit auch gute Entwicklungsmöglichkeiten für die nächsten Jahre.“
Entwicklungskonzept wird schrittweise umgesetzt
Das Land Salzburg und die Lungauer Gemeinden müssen über fünf Jahre hinweg pro Jahr 100.000 Euro für die Verwaltung des Biosphärenparks aufbringen. In der Vorbereitungsphase wurde ein eigenes Entwicklungskonzept für den Lungau erstellt, das jetzt schrittweise umgesetzt werden soll.
Links:
- Website des Biosphärenparks
- Lungau ab Frühjahr 2012 Biosphärenpark (salzburg.ORF.at)
- Offizieller Start für UNESCO-Biosphärenpark (salzburg.ORF.at)
Publiziert am 12.07.2012

