St.Gilgen: Konflikt um Campingplatz geht weiter
Auslöser für die Beschwerde der Nachbarn beim Verfassungsgerichtshof ist die Genehmigung eines Campingplatzes am Wolfgangsee-Ufer durch die Flachgauer Bezirkshauptmannschaft. Das Land als zweite Instanz wiederum hat die Berufung der Nachbarn abgelehnt.
Anrainer: „Behörden verstoßen gegen Gesetze“
Die Behörden hätten bei der Genehmigung klar gegen geltende Gesetze verstoßen, empört sich Silvester Leitner als einer der betroffenen Nachbarn. „Da gibt es Bescheide, die gegen die Raumordnung und den Flächenwidmungsplan verstoßen. Wenn wir sagen, dass das gegen das Campingplatz-Gesetz verstößt, dann sagt man einfach, diese Einwendung sei nicht zulässig und daher wird sie abgewiesen. Das kann es doch nicht sein.“
60 Holzhütten befürchtet
Die Investoren haben das mehr als ein Hektar große Ufergelände um rund 2,3 Millionen Euro erworben. In Wirklichkeit solle dort kein finanziell unrentabler Campingplatz entstehen, sagt Silvester Leitner - geplant seien vielmehr 60 Holzhütten. Die einzelnen Parzellen samt Hütten sollen an Interessenten als Zweitwohnungen verkauft werden.
Investor dementiert heftig
Investor Rupert Struber von der „Camp Gamsjaga-Gesellschaft“ aus Hallein dementiert heftig: Es gehe um 15 Wohnwagen, die dort stationiert werden sollen. Die einzelnen Parzellen sollen verkauft werden. Holzhütten seien kein Thema, betont Struber.
Links:
- SPÖ weiter gegen Holzhütten-Campinggesetz(salzburg.ORF.at; 27.2.12)
- Nächste Runde im Streit um Camping-Gesetz(salzburg.ORF.at; 3.2.12)
- Campingplatz-Gesetz: Haslauer empört über SPÖ(salzburg.ORF.at; 20.1.12)
Publiziert am 07.07.2012

