Gnigl, Sam: Fahrverbot gegen Lkw-Durchzug

ORF
Lastwagen in der Bachstraße
Mit dem Verbot will Stadtverwaltung vor allem jene Lastwagen vertreiben, die ihre Wege über die Bachstraße abkürzen, sagt Verkehrsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste): „Es hat in den letzten Jahren eine starke Zunahme des Durchzugsverkehrs gegeben - insbesondere des Lkw-Verkehrs. Insgesamt über 600 fahren hier in zwölf Stunden durch. Damit ist eine Belastungsgrenze erreicht, wo man reagieren muss.“
Denn rund um die Bachstraße sind nicht nur Betriebe, sondern auch zahlreiche Einfamilienhäuser und Wohnsiedlungen. Die Laster rütteln an den Nerven der Anrainer - das großräumige Fahrverbot soll helfen.
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Karte des Schleichwegs durch die Bachstraße
Anrainer sind skeptisch
Viele Anrainer sind hingegen skeptisch. Sie glauben, dass die Kontrolle des Fahrverbots schwer möglich ist, sagt etwa Helmut Schütz: „Es ist schwer exekutierbar. Die Exekutive muss quasi dem Lkw-Fahrer nachfahren und schauen, ob der in dem Gewerbegebiet Bachstraße eine Ladetätigkeit ausführt oder ob er es nur als Schleichweg oder als Mautfluch benützt. Bei den knappen Budgets der Exekutive ist das natürlich schwer umsetzbar.“
„Der Anrainerverkehr wird durch die Tafel ja nicht behindert. Ein 40-Tonner, der beim Quehenberger was liefern muss, darf fahren“, ergänzt Anrainer Johann Nagl.
Polizei will schärfer kontrollieren
„Ein gewisses Problem bringt der Zusatz ‚ausgenommen Anrainerverkehr‘ schon“, gibt auch Walter Greisberger von der Verkehrspolizei zu, „Wir haben aber da natürlich auch unsere Mittel. Wir werden in den nächsten Tagen und Wochen dieses Fahrverbot hier besonders überwachen, werden auch Zivilfahrzeuge einsetzen und werden ab nächster Woche auch mit Strafen vorgehen.“
Publiziert am 30.06.2012

