Mehr Bauern können von Direktverkauf leben

In Salzburg gibt es mehr Betriebe, die vom Direktverkauf ihrer Produkte zum Beispiel auf Märkten leben können. Vor allem kleinere, spezialisierte Bauern können so auf ein Nebeneinkommen verzichten. Das beobachtet die Landwirtschaftskammer.

400 der 9.000 Salzburger Bauern verkaufen ihre Produkte direkt an die Konsumenten - in Hofläden oder auf dem Markt. „Es gibt immer mehr, die zurückkommen. Und es ist interessant, dass das oft kleinere Betriebe sind, die es mit Spezialprodukten im Vollerwerb schaffen“, beobachtet Barbara Saller vom Verein der Direktvermarkter.

Produkte am Bauernmarkt

ORF

So ist die Zahl der Vollerwerbs-Höfe in den letzten Jahren gestiegen - von 4.200 im Jahr 2007 auf 4.360 im Jahr 2010. „Die Direktvermarkter müssen Spezialisten auf vielen Gebieten sein. Die sagen: Ich kann meinen Arbeitsplatz durch höhere Wertschöpfung daraus sichern“, sagt Landwirtschaftskammerpräsident Franz Eßl (ÖVP).

Großteil der Direktvermarkter stellt Käse

300 Direktvermarkter stellen vorwiegend Käse her - einer von ihnen ist der Sinnlehenbauer Johann Scheiber aus Leogang (Pinzgau): „Ich habe den Betrieb zu Hause als Nebenerwerb übernommen und bin durch die Direktvermarktung jetzt ein Vollerwerbsbetrieb mit meiner Familie.“

Das beste Beispiel für neue Arbeitsplätze auf dem Bauernhof ist sicher der Ökohof Feldinger in Wals-Siezenheim (Flachgau), der als einer der kleinsten Walser Bauern heute bis zu 40 Mitarbeiter beschäftigt.

Links: