Veruntreuung: Ex-Naturfreunde-Obmann verurteilt

Am Montag wurde der ehemalige Obmann der Salzburger Natufreunde wegen Veruntreuung rechtskräftig verurteilt. Er hatte 17.000 Euro Vereinsgeld abgezweigt. In erster Instanz wurde er bereits schuldig gesprochen - dieses Urteil wurde jetzt bestätigt.

Der frühere Salzburger Naturfreunde-Obmann versuchte am Montag trotz Verurteilung noch einen Freispruch zu erreichen - allerdings vergeblich. Das Berufungsgericht bestätigte die jetzt rechtskräftige Strafe von sechs Monaten Haft auf Bewährung wegen Veruntreuung.

Bei Umbau ohne Beschluss Honorar ausgezahlt

Anlass für das Verfahren war der Umbau des Naturfreundehauses auf dem Mönchsberg in der Stadt Salzburg. Das Gebäude war von Schimmel befallen. Der damalige ehrenamtliche Obmann investierte nach eigenen Angaben hunderte Arbeitsstunden in die Sanierung.

Dafür zahlte er sich 17.000 Euro aus - informell habe er das den Vorstandsmitgliedern auch angekündigt, gab der Ex-Obmann vor Gericht an. Doch die Ex-Kollegen im Vorstand winkten im Zeugenstand ab: Sie sagten, dass das Honorar nicht abgesprochen gewesen sei, die 17.000 Euro seien veruntreut worden.