Seniorentanz boomt in Salzburg
Fit alt werden, lautet inzwischen die Devise für viele Salzburger. Tanzen ist dabei nicht nur seit Dancing Stars stark in Mode, auch die Nachfrage nach Kursen ist gestiegen. Zwölf bis 20 Teilnehmer kommen an jedem Dienstagvormittag zum Seniorentanz in das Zentrum Walser Birnbaum. Getanzt wird in der Gruppe, ein Tanzpartner ist dabei nicht nötig. Die Bewegung im Takt zur Musik fordert das Gehirn und die Muskeln der Teilnehmer. Mit Ohrwürmern wie dem Radetzkymarsch oder Alpenrocker Andreas Gabalier ist für jeden etwas dabei.

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„Mir gefällt die Gemeinschaft und die geistige und körperliche Bewegung, dass man sich anziehen muss, nicht daheim im Schlabber-Look herumläuft - ich finde das ist ideal für ältere Damen und Herren“, sagt Erna Kugi (73 Jahre). „Die Musik, die Bewegung und die Gemeinschaft, das gefällt mir. Es ist wirklich schön, ich mache das sicher schon 13 Jahre“, sagt Sophie Pötzelsberger (79 Jahre). Beide sind mit Begeisterung bei der Sache.
Die Schritte sind für alle gleich
Tanzlehrerin Marianne Karrer bereitet ihre Schützlinge mit Trockentraining auf jede neue Nummer vor. „Wo anders taugt mir tanzen weniger. Hier kann ich die Schritte, die sind für alle gleich. Man braucht auch keinen Partner auf den man sich einstellen muss“, so Franz Karrer (70 Jahre).
Mancher Teilnehmer hat zum Seniorentanz gefunden, weil sich die Lebensumstände geändert haben. „Ich habe auf der Gemeinde angerufen, wo gibt es etwas für Senioren, nachdem die Berufszeit zu Ende war. Ich bin dann sehr rasch auf das Zentrum gestoßen“, sagt Monika Köhler (62 Jahre). „Ich bin seit drei Jahren schwer krank und tanze mir hier alle Sorgen weg. Da bin ich leicht wie eine Feder“, so Krebspatientin Brigitte Lorenz (64 Jahre)

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Zutaten für ein gesundes, langes Leben
Einige Damen sind von ihrem Hobby inzwischen so begeistert, dass sie dreimal pro Woche tanzen gehen. Der Zulauf zu den heimischen Seniorentanzgruppen hält an. „Natürlich sind es verschiedene Tänzerinnen und Tänzer und man muss Geduld haben, aber am Ende begreifen es alle. Man soll ja Spaß daran haben, schließlich geht es um keine Weltmeisterschaft. Der Erfolg ist dann für alle da“, sagt Karrer.
Warum mehr Frauen als Männer tanzen gehen, dafür hat allerdings auch die Tanzlehrerin keine Erklärung. Der Tanz tut jedenfalls auch der Gemeinschaft gut, die Gruppe wird immer größer, so Karrer.
Die körperliche Aktivität und die belebte Gemeinschaft sind lauter Zutaten für ein gesundes, langes Leben, so Manfred Eder, der Leiter des Walser Seniorenzentrum.
Publiziert am 29.05.2012

