Aufregung um Hochwasserschutz in Altenmarkt

Der Hochwasserschutz in Altenmarkt (Pongau) steht unmittelbar vor der Genehmigung, sorgt aber für Aufregung in der Bevölkerung. Bis die Kosten klar sind, hat die Gemeinde die Gründung der Anrainergenossenschaft auf Eis gelegt.

Bei einem hundertjährigen Hochwasser stünde der Ortskern von Altenmarkt rund eineinhalb Meter unter Wasser. Seit Jahren laufen daher die Arbeiten für das große Schutzprojekt an der Enns. Viele Anrainer protestieren aber, denn sie müssten 15.000 Euro oder mehr dazuzahlen. Je nachdem, wie gefährdet ihr Grundstück ist.

Die Gemeinde will deshalb eine Genossenschaft der Anrainer gründen, um die Kosten aufzuteilen. Deren Gründung liegt aber auf Eis, nicht wegen der Proteste, sondern weil die Finanzierung noch unklar ist, sagt Bürgermeister Rupert Winter (ÖVP).

Heiße Verhandlungen um Kostenverteilung

„Für die Genossenschaftsgründung sind ein paar Unsicherheiten gegeben. Es will jeder wissen, wieviel er zahlt. Das hängt aber von der Höhe der Förderung des Bundes ab. Damit man die endgültig klären kann, braucht man ein wasserrechtlich bewilligtes Projekt. Erst ab diesem Zeitpunkt sind die Finanzierungsverhandlungen mit dem Finanz- und Landwirtschaftsministerium zu führen“, so Winter.

Die Bewilligung der Behörde werde in den kommenden Wochen ins Gemeindeamt flattern. Der Bericht des Landes ist fast fertig. Danach können in Altenmarkt die Verhandlungen um die Verteilung der Hochwasserschutzkosten beginnen.