Testamentsfälscher: Angeklagte werden befragt
Der Hauptangeklagte ist voll geständig zu den angeklagten 16 Testamentsfälschungen und zwei Schenkungsmanipulationen. Aber der Mann sei auch schwer angeschlagen, sagt sein Verteidiger Klaus Grubhofer.
„Er ist in sehr schlechtem Zustand“
„Ich hoffe, dass er soweit gefestigt ist, dass es ihm gelingt eine verwertbare Aussage zu machen. Er ist in einem sehr, sehr schlechten psychischen Zustand. Es liegen nicht nur Gutachten vor, sondern ich konnte mich auch selbst davon überzeugen, dass es ihm gar nicht gut geht. Hoffentlich gelingt es ihm eine ordentliche Aussage zu machen und nicht nur der Verweis auf das, was bereits gesagt wurde“, so Anwalt Grubhofer.
Mehrere Sanitäter halten sich während der Verhandlung für den Hauptangeklagten bereit. Die Befragung der Angeklagten wird mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die mitangeklagte Vizepräsidentin des Landesgerichts Feldkirch wird ab Mitte Mai befragt. Sie soll ein gefälschtes Testament in Auftrag gegeben haben. Der Gesamtschaden beträgt zehn Millionen Euro.
Link:
- Hauptangeklagter kontert Einzeltätertheorie
- Testamentsprozess: Der erste Tag (vorarlberg.ORF.at; 16.4.2012)
Publiziert am 17.04.2012

