Regionale Netzwerke: Mehr Jobs im Tennengau

Der Tennengau will sich wirtschaftlich künftig breiter aufstellen. Das ist zentraler Inhalt eines neuen Masterplanes der Tennengauer Wirtschaftskammer für die Region. Eine Rückkehr zur reinen Industrieregion sei nämlich nicht realistisch.

Zwei junge Frauen bei der Lehre

APA/Hans Klaus Techt

Lehrlinge in Metallberufen

Die Papierfabrik M-real und der Hygiene-Artikel-Konzern Johnson & Johnson: Das waren einst zwei Flaggschiffe der regionalen Wirtschaft, die untergegangen sind. Dabei sind zunächst hunderte Arbeitsplätze verloren gegangen - und zum Teil dann in anderen Branchen wieder geschaffen worden.

Netzwerke für regionale Kooperationen

Trotzdem braucht es ein Konzept, wie sich der Tennengau künftig wirtschaftlich entwickeln soll, sagt Eva Habersatter-Lindner, Obfrau der Wirtschaftskammer im Bezirk und Architektin. 30 Leitbetriebe des Bezirkes sind im vergangenen Herbst befragt worden. Einer der Hauptwünsche war, die Zusammenarbeit von Betrieben in der Region zu stärken und neue Netzwerke zu schaffen.

Als Ergebnis soll beispielsweise ein „Regionales Schaufenster“ geschaffen werden, betont Eva Habersatter Lindner: „Zum Beispiel gibt es einen Betrieb, der sehr innovative Heizkörper aus Glas entwickelt hat und produziert. Solche Produkte den heimischen Installateuren, Heizungsbauern und Elektrikern anzubieten zur Vermarktung und Verwendung in der eigenen Region, das ist genau das, was dieses `Schaufenster` leisten soll.“

Förderung für beruflichen Nachwuchs

Weitere konkrete Punkte sind die Schaffung neuer Angebote im Gesundheitstourismus oder eine Lehrlingsplattform.

Mit ihrer Hilfe können Jugendliche ihre Ausbildung in mehreren Betrieben absolvieren, sagt Andreas Wimmer, Obmann des Tennengauer Regionalverbandes: „Die Großbetriebe werden weniger. Deshalb müssen die Klein- und Mittelbetriebe massiv gefördert werden bei Innovationen - um das aufzufangen, wenn große Firmen abhanden kommen.“

Die Kammer habe zu den Neuerungen nur den Impuls geben können, die Umsetzung möglichst vieler guter Projekte sei jetzt Aufgabe der Betriebe selbst, sagt Kammerobfrau Habersatter-Lindner.