Salzburger als Polizei-Attaché in Jordanien
Kriminelle Netzwerke und auch Einzeltäter handeln immer öfter grenzüberschreitend. Aus diesem Grund entsendet das österreichische Innenministerium seit Jahren sogenannte Polizei-Attachés ins Ausland. Sie sind die ersten Ansprechpartner vor Ort. Insgesamt sind derzeit 23 Vermittlungsbeamte in Ländern wie Albanien, Georgien, Griechenland und Ungarn stationiert.
Gerald Hörmann ist seit fünf Jahren in Jordanien
Der 50-jährige Gerald Hörmann aus St. Martin (Tennengau) arbeitet seit fünf Jahren als Polizei-Attaché in Jordanien. Er analysiert die Kriminalitätsentwicklung im Land, Beobachtet die Sicherheitspolitik vor Ort und unterstützt die Ausarbeitung von bilateralen Verträgen. Außerdem begleitet er hochrangige Delegationen und hält Vorträge.
Bei einem Heimatbesuch erklärte Hörmann seine Aufgabe in Jordanien so: „Man ist vernetzt im arabischen Raum. Man kennt einen Oberst aus Jordanien, der kennt dann wiederum jemanden aus dem Irak und so wird man dann weitergeleitet. Speziell im arabischen Raum sind gute Kontakte notwendig - anders kommt man nicht weiter. Wir haben in Syrien Anfragen von Interpol - die versickern einfach, bleiben liegen und werden jahrelang nicht behandelt. Da muss man hingehen und das machen.“

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Polizei in Jordanien.
Auch für Syrien und den Libanon zuständig
Der Salzburger reist von Jordanien aus auch jedes Monat mehrere Tage in den Libanon und nach Syrien. Die syrische Hauptstadt Damaskus sei noch einigermaßen sicher, aber die Lage des Landes sieht Hörmann pessimistisch: „Syrien gleitet meiner Meinung nach in Richtung Bürgerkrieg ab. Das ist kein Geheimnis. Die Probleme werden meiner Meinung nach bleiben und sich eher verschlechtern.“
Kürzlich holte Hörmann die Bodyguards des jordanischen Königs nach Maria Alm, um ihnen Skifahren beizubringen. „Der jordanische König kommt etwa alle zwei Jahre nach Österreich, um einen Skiurlaub zu machen. Da ist man draufgekommen, dass es unter seinen Leibwächtern zu wenige Skifahrer gibt. Um den König auch beim Skifahren bewachen zu können, mussten die Leibwächter deshalb skifahren lernen.“ Die Salzburger Alpinpolizei bildete die zehn jordanischen Leibwächter im Skifahren aus.

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Österreichische Alpinpolizisten und jordanische Leibwächter beim Skikurs.
Publiziert am 28.01.2012

