Kraftwerks-Pläne für Acharting präsentiert

Die Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG (ÖBK) hat Mittwoch ihre Pläne eines neuen Salzach-Kraftwerkes bei Acharting (Flachgau) und Surheim (Bayern) vorgestellt. Die ÖBK ist eine Tochter des Verbunds und des deutschen Energieriesen E.ON.

Das neue Kraftwerk soll die geplante Sohlrampe zur Sanierung des geologisch vom Einsturz bedrohten Flussbettes der Salzach ersetzen. Die ÖBK hat für diesen Abschnitt des Flusses ein für Salzburg neuartiges Kraftwerkskonzept entwickelt.

Visualisierung des geplanten Salzach-Kraftwerks bei Anthering/Acharting und Surheim

Verbund/ÖBK

Flexible Module - zum Teil unter Wasser

Errichtet werden soll keine weitere fixe Staustufe mit Wehrfeldern. Geplant sind stattdessen acht kleinere und bewegliche Module mit 16 Turbinen und Generatoren.

Diese werden auf zwei Betonpfeilern an den beiden Salzachufern verankert, schildert Herfried Harreiter, technischer Leiter der ÖBK: „Diese Module sind selbst auch beweglich und werden überströmt. Man sieht sie eigentlich nicht. Das Hochwasser kann sicher abgeführt werden, das Geschiebe der Salzach wird durchgelassen, und auch die Fische haben freien Ab- und Aufstieg.“

Viele Vorteile laut Betreibern

Geplant ist auch ein neuer Salzachsteg für Fußgänger und Radfahrer. Der Auwald würde laut den Plänen vollständig erhalten bleiben. Und die öffentliche Hand in Salzburg und Bayern würde sich die aufwändige Sanierung des Flussbettes ersparen, betont Harreiter: „Wir sind überzeugt, dass wir eine Umweltverträglichkeitsprüfung bestehen würden.“

Visualisierung des geplanten Salzach-Kraftwerks bei Anthering/Acharting und Surheim

Verbund/ÖBK

90 Millionen Kilowattstunden Produktion

Aus der Sicht der Kraftwerksbauer wäre das Projekt auch angesichts des Natura-2000-Schutzgebietes genehmigungsfähig. Über Kosten wollten die Vorstände der Österreichisch-Bayerischen Kraftwerke AG noch nicht reden.

Die Stromproduktion wäre sehr wirtschaftlich und läge bei rund 90 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht dem Verbrauch von 26.000 Haushalten. Die Salzburger Landesregierung und die Staatspolitik in Bayern stehen dem Vorhaben positiv gegenüber.

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