Kraftwerk Acharting: Rückenwind aus Bayern

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Visualisierung des Kraftwerks bei Acharting
Das neue Kraftwerk würde zwischen Acharting auf der Salzburger und Surheim auf der bayerischen Seite der Salzach gebaut. Eine Tochtergesellschaft des deutschen E.On-Konzerns und des österreichischen Verbunds hatte zuletzt eine neue Variante vorgelegt - ein bewegliches Kraftwerk, das bei Hochwasser angehoben wird.
Um eine weitere Eintiefung der Salzach zu verhindern und damit den Hochwasserschutz zu verbessern, sollte im Fluss bei Acharting ja ursprünglich eine Rampe gebaut werden. Doch mit Hilfe eines Gutachtens hatte sich das österreichische Landwirtschafts-Ministerium im Sommer von diesem gemeinsamen Projekt verabschiedet.
„Energie der Salzach in Strom umwandeln“
Den Lauf der Salzach könne aber auch ein Kraftwerk bremsen, sagte Traunsteins Landrat Hermann Steinmaßl (CSU): „Es müssen Maßnahmen getroffen werden, um die Energie der Salzach in den Griff zu bekommen. Und wir sind uns alle einig, dass diese Energie in Strom umgewandelt werden soll - wenn möglich, natürlich in Verbindung mit den ökologischen Maßnahmen, die auch ins Auge gefasst werden. Die Fließkraftwerke werden von allen Seiten unterstützt.“

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Salzach bei Acharting
Kraftwerk nur bei Naturschutz-Ausgleichsmaßnahmen
Ein Bekenntnis zum Kraftwerksausbau kam auch von Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer (ÖVP) - wenngleich mit Einschränkungen: „Ich persönlich würde es für sinnvoll erachten, weil wir im Zuge der Energiewende, Ausstieg aus Atomkraft einfach unsere Potenziale der erneuerbaren Energie nützen sollen. Aber es ist das Interesse des Naturschutzes, die ökologische Verträglichkeit genau zu prüfen, eine Interessensabwägung durchzuführen und durch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen Ersatz zu schaffen. Wenn das nicht gelingt, dann kann auch das Kraftwerk nicht kommen.“
Dem Naturschutzbund reicht das nicht. Die Politiker sollten sich hüten, die untere Salzach überhaupt anzutasten, sagt er und die rechtlichen Hindernisse durch den EU-Schutz nicht unterschätzen - schließlich sind dort Natura-2000-Schutzgebiete.
Link:
- Wettlauf um Kraftwerke an unterer Salzach (salzburg.ORF.at; 19.9.2011)
Publiziert am 21.12.2011

