Einwohnerzahl in Salzburger Altstadt sinkt

Die Zahl der Salzburger Altstadt-Bewohner schrumpft weiter - das geht aus einer aktuellen Statistik des Magistrats hervor. In den vergangenen 40 Jahren hatten noch nie so wenige Menschen in der Innenstadt ihren Hauptwohnsitz wie heute.

Die Salzburger Altstadt kämpft mit einem historischen Bevölkerungstief. In der Innenstadt leben heute so wenig Menschen wie das letzte Mal vor 40 Jahren. Betroffen ist vor allem das absolute Zentrum: der Festspielbezirk, der Bereich rund um den Dom und den Residenzplatz, die Zone zwischen der Getreidegasse und dem Kai, sowie zwischen dem Alten Markt und Mozartplatz.

An diesen Stellen sind die Rückgänge teilweise dramatisch. Teilweise sind die Bewohnerzahlen dort seit 1971 um mehr als die Hälfte gesunken. Die einsamste Region ist der Festspielbezirk inklusive Universitätsplatz, Karajanbezirk und Franziskanergasse: dort wohnen nur 62 Menschen.

Bevölkerungsplus in den Randbereichen der Altstadt

Die Randbereiche der Salzburger Altstadt hingegen verzeichnen zum Teil sogar ein deutliches Bevölkerungsplus. In Mülln, im östlichen Kaiviertel und im angrenzenden Nonntal wächst die Bevölkerung. Auch im Viertel zwischen Linzer Gasse und Paris-Lodron-Straße gibt es ein Plus. Ein paar Straßen weiter beginnt dann schon wieder die Stadtflucht: In der Linzergasse oder rund um den Mirabellplatz sinken die Bevölkerungszahlen.

Doch in der Statistik des Magistrats werden mehr Menschen aufgelistet, als dort tatsächlich leben. Besonders deutlich zeigte das die Volkszählung aus dem Jahr 2001. Vor elf Jahren zeigte die Volkszählung weniger Bewohner auf als im Meldeamt registriert waren.