Salzburg Foundation enthüllt Kunstwerke

Seit zehn Jahren lässt die Salzburg Foundation Skulpturen namhafter Künstler in der Salzburger Innenstadt errichten. Finanziert wird das Projekt aus privaten Mitteln. Zum Abschluss des zehnjährigen Projektes wurden nun drei große Skulpturen österreichischer Künstler enthüllt.

Künstler Erwin Wurm mit Gurken.

APA/Franz Neumayr

Erwin Wurm mit seinen Gurken-Skulpturen vor dem Eingang zur Universitätsaula.

Die Salzburg Foundation ließ in den vergangenen zehn Jahren zwölf Skulpturen namhafter Künstler in der Stadt Salzburg errichten. Zum Abschluss des Projektes wurden am Samstag die drei letzten Kunstwerke österreichischer Künstler enthüllt.

Kurator Walter Smerling sprach von einem „weltweit einzigartigen Kunstprojekt“ der Salzburg Foundation, da ohne Einsatz von Steuergeld die Stadt Salzburg um zwölf Kunstwerke international renommierter Künstler bereichert worden sei.

Edelstahl-Skulptur, Licht-Installation und Gurken

Der Künstler Manfred Wakolbinger hat versucht, eine Wiese am stark befahrenen Rudolfskai zur Bühne zu machen und eine Verbindung zwischen Fluss und Stadt herzustellen. Seine elf Meter lange, geschwungene Edelstahl-Skulptur trägt den Titel „Connection“.

Glaswürfel der Künstlerin Brigitte Kowanz auf der Salzburger Staatsbrücke.

ORF

Glaswürfel-Skulptur von Brigitte Kowanz.

Brigitte Kowanz schuf eine Licht-Installation mit dem Titel „Beyond Recall“ für die vier Sockel der Salzburger Staatsbrücke. Gläserne Kuben reflektieren Schriftzüge, mit denen Kowanz an die Zwangsarbeiter erinnern will, die diese Brücke Anfang der 1940er Jahren unter unmenschlichen Bedingungen bauen mussten.

Erwin Wurm hat fünf mannshohe Gurken-Variationen in Bronze gegossen und grün angemalt. Diese Gurken-Kunstwerke stehen nun vor dem Eingang der Universitätsaula. Wurm hatte schon bei einer Ausstellung im Salzburger Museum der Moderne die Gurke als Motiv gewählt.

Projekt soll 6,5 Millionen Euro gekostet haben

Das Kunstprojekt der Salzburg Foundation begann vor zehn Jahren. Die Gesamtkosten aller 12 Kunstwerke belaufen sich auf etwa 6,5 Millionen Euro, sagt Karl Gollegger, Präsident der Salzburg Foundation. Finanziert wurde das Projekt überwiegend von der Credit Suisse und in den vergangenen zwei Jahren von Kunstmäzen und Unternehmer Reinhold Würth.

Die Salzburg Foundation plant eine musikalische Weiterführung des Projektes. Zwölf Komponisten sollen die zwölf Kunstwerke in der Stadt Salzburg vertonen, kündigte Gollegger an. „Mit Festspielintendant Pereira ist vereinbart, dass diese Musikstücke in zwei Konzerten im Rahmen der Festspiele 2013 aufgeführt werden.“