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 Internet & Jugend |
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Abzocke auf Kosten der Kinder
Manche Websites und TV-Sendungen sind auf Kinder und Jugendliche spezialisiert, um ihnen Geld aus der Tasche zu ziehen. Unseriöse Geschäfte spielen eine große Rolle im Internet. Klingeltöne für Handys entwickeln sich zur Landplage und Schuldenfalle.
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 Von Gerald Lehner, salzburg.ORF.at
Wundern Sie sich über hohe Rechnungen? "Handy-Klingeltöne sehe ich bei Kindern als große Gefahr an. Die Werbung dieser Industrie ist mittlerweile voll auf Kinder und Jugendliche ausgelegt", sagt Sozialarbeiter Fellinger. |
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Medienflut auf vielen Kanälen
Die Kommunikationswissenschafterin Ingrid Paus-Hasebrink von der Universität Salzburg ist in internationale Forschungsprojekte eingebunden, wo es um Kinder, Jugendliche und ihr Verhalten im Internet geht: "Entscheidend ist, dass sich Eltern und Kinder Regeln abmachen, wie lange, wo und wie oft man im Netz surfen darf. Die Kinder sollen dabei auch einen gewissen Freiraum haben."
Der Sozialarbeiter Hendrik Fellinger vom Verein Spektrum in der Stadt Salzburg, der sich um sozial benachteiligte Kinder kümmert, sieht eine Hauptgefahr bei Volksschulkindern in Handy-Spielen und Klingeltönen, die zum Teil auch über Internet vertrieben werden.
Bei den Kleineren spiele die massive Pornografie im Web eine geringere Rolle, weil an dem Thema diese Altersgruppen kaum interessiert seien. Das beginne erst mit der Pubertät massiv zu werden.
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Kommunikation ist entscheidend
Ingrid Paus-Hasebrink ist sich mit vielen anderen Experten einig, dass nur viel Vertrauen zwischen den Generationen gegen aggressives Marketing und Geschäftemacherei im Internet und anderen Medien wirken kann: "Internet verbieten bringt überhaupt nichts. Wichtig ist das Reden zwischen Eltern und Kindern."
Die Wissenschafterin stimmt allerdings dem Einwand zu, dass das wohl nur in so genannten Mittelstandfamilien oder in eher begüterten Haushalten praktiziert werden kann. |
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Es gibt viele Kinder und Jugendliche, die das Internet mitlerweile auch benutzen, um aus der Unterdrückung auszubrechen, die zu Hause stattfindet. Sie holen sich Hilfe gegen sexuelle Übergriffe durch Verwandte über Notrufnummern und Websites von Hilfsorganisationen. |
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Sozial schwächere Familien
Sind nicht viele Kinder aus sozial schwächeren Verhältnissen viele Stunden tagsüber ohne jede Aufsicht, wenn sie von der Schule nach Hause kommen? Paus-Hasebrink zitiert aus ihrer aktuellen Arbeit:
"Wir schließen gerade eine Studie ab, die wir seit drei Jahren über das Medienverhalten von Kinder aus benachteiligten Verhältnissen gemacht haben. Die Ergebnisse stimmen teilweise sehr sehr traurig. Es ist unglaublich, wie manche Kinder ihr Dasein fristen müssen und allein gelassen werden. Das ist keine Kritik an deren Eltern, diese sind oft von Arbeitslosigkeit, geringen sozialen Kompetenzen, Krankheit oder anderen Krisen betroffen."
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Standort des Computers gut wählen
Für verantwortungsvolle Eltern, Alleinerzieher und Lehrer hat der Medienpädagoge Martin Seibt von der "Aktion Film Salzburg" einen Rat, damit sie das Wichtigste mitbekommen, wenn Kinder und Jugendliche fernsehen, auf dem Computer spielen oder im Internet surfen:
"Wenn der Fernseher im Wohnzimmer und nicht im Kinderzimmer steht, dann tut man sich leichter beim Reden über mediale Themen. Wenn der Computer in einem allgemein zugänglichen Raum steht, tue ich mir leichter, nebenbei zu hören oder zu sehen, was Kinder und Jugendlichen bei ihren Medienkontakten erleben." |
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Chancen
Kinder und Jugendliche würden früher oder später fast immer über ihre Medienerfahrungen reden. Und das sei DIE große Chance und ein Ansatzpunkt für die Erwachsenenwelt und eine zeitgemäße Pädagogik, sagt Martin Seibt.
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Teil 1 unserer Serie: Kinder & Internet
Neben vielen Vorteilen für alle Altersgruppen gibt es im Internet auch Gefahren für Kinder. Das sind nicht nur um klar definierte Verbrechen wie sexueller Missbrauch. Auch die legale und allgegenwärtige Pornografie ist einer guten Pädagogik nicht gerade förderlich. Was tun?
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