Das Naglköpfl in Piesendorf

Es müssen nicht die höchsten Berge sein, von denen man die beste Aussicht hat: Das Naglköpfl in Piesendorf (Pinzgau) ist mit seinen 1.100 Metern für Pinzgauer eher ein Hügel, dafür wurde es bereits von den Kelten als Kraftplatz geschätzt.

Quer über die Anhöhe verläuft die Gemeindegrenze zwischen Piesendorf und Niedernsill (Pinzgau). Von Piesendorf, vom Ortsteil Walchen aus, geht man knapp eine Stunde zu Fuß auf einem gemütlichen Weg durch Obst- und Kräutergärten vorbei an einer Holzknechtsole, einem Unterstand wie ihn Waldarbeiter früher benutzten. Im Winter wird auf dem Naglköpfl skigefahren und immer wieder FIS-Rennen ausgetragen.

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Wanderer besuchen die Holzknechtsole

Spuren keltischer Siedlung entdeckt

Vor über 2.000 Jahren soll am Naglköpfl der keltische Stamm der Ambisonten gelebt haben. Ihr Name leitet sich von „Isonta“, der keltischen Bezeichnung für Salzach, ab. Spuren einer Siedlung wurden bereits 1925 vom damaligen Landesarchäologen gefunden. Für umfangreiche Grabungen war aber nie Geld da.

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Das Naglköpfl in Piesendorf

Grandioser Blick über das Zeller Becken

Sendungshinweis

Salzburg Heute, 12.10.2017

Die Familie Hechenberger, die den Grund seit Generationen pachtet, hat aber beim Mähen immer wieder Tonscherben gefunden. Der heutige Naglbauer, Georg Hechenberger, kann sich noch gut an Erzählungen seiner Großeltern erinnern. Leider sind alle Fundstücke mittlerweile verschwunden. Im Herbst begeistert am Naglköpfl vor allem die grandiose Aussicht auf das Zeller Becken.

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Ausblick über das Salzachtal

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Der Schatz von Piesendorf: Das Naglköpfl

Eine familientaugliche Wanderung mit fantastischem Fernblick weit über das Salzachtal ist der Weg aufs Naglköpfl.

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