Blumenpracht bis in den Herbst

Regen und Kälte können den Balkonblumen und Kübelpflanzen, aber auch den Sommerblumen in den Beeten ziemlich zusetzen. Manche sehen aus, als ob morgen der Herbst beginnen würde. Das muss aber nicht sein, dagegen kann man etwas tun.

Sendungshinweis

„Garteln in Salzburg“, 27.7.2017

Wenn man einige Tipps beachtet, dann hat man im Handumdrehen wieder eine bunte Blumenpracht.

Tipp 1 - Ausputzen

Viele Sommerblumen setzen im Hochsommer Samen an und so findet man anstelle der Blüten dicke Samenstände. Typisches Beispiel dafür sind die Ringelblumen, die Schmuckkörbchen oder die Targetis.

Blumenbeet
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Blumen im ORF Fernsehgarten

Entfernt man diese, dann bildet die Pflanze sofort neue Triebe mit neuen Blüten. Auch viele Balkonblumen regenerieren sich so. Ausgeputzt gehören aber nach starkem Regen auf jeden Fall alle braunen, verfaulten oder vergilbten Blätter und Blüten.

Blütenstämmchen
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Tipps 2 - Düngen

In diesen Tagen ist die wichtigste Arbeit der Gärtnerin oder des Gärtners das Düngen. Wer ganz biologisch arbeitet, der nimmt Biodünger oder Brennnesseljauche, vor allem beim Gemüse. Bei den Blumen verwendet Karl Ploberger flüssigen Mineraldünger. Halbdosiert, dafür an jedem zweiten Tag verwendet. Rasch kommt dann wieder Leben in die „müden“ Balkonblumen.

Zitrusfrüchte mit Sommerblumen kombiniert
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Ähnlich geht es aber auch den Kübelpflanzen – den Zitronen, Orangen, Oleander und auch den Palmen. Die Langzeitdünger sind längst ausgeschwemmt oder aufgebraucht, daher wird jetzt noch einmal – für kurze Zeit – gedüngt.

Normalerweise ist Mitte August Schluss. Karl Ploberger verlängert gern bis Ende August, damit die Kübelpflanzen kräftig genug sind, um den Winter zu überstehen.

Tipp 3 - Schädlinge und Krankheiten

Geschwächte Pflanzen werden oft von Krankheiten und Schädlingen befallen. Da heißt es helfen: Bei den lästigen Läusen reicht meist das Abstreifen oder Abwaschen. Auch das Schmierseifenwasser tut gute Dienste – am Balkon und im Garten.

Schwieriger ist es bei Schild- und Wollläusen. In diesem Fall empfiehlt der Biogärtner die neuen auf Rapsöl aufgebauten fertigen Spritzmittel, die ungefährlich, aber sehr wirksam sind. Besonders problematisch ist die Bekämpfung von Pilzkrankheiten. Vorbeugen ist hier die beste Abwehr. Ist der Mehltau einmal da, helfen Bio-Spritzmittel oder der Zinnkrauttee.

Blumenstauden
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Tipp 4 - Nachpflanzen

Lücken in Sommerblumenbeeten lassen sich mit vorgezogenen Pflanzen rasch schließen. Entweder mit Einjährigen – wie Sonnenblumen, im Topf gezogen oder mit Stauden. Hier bieten sich vor allem die Herbstblüher an. Staudenastern sind nun überall zu kaufen. Sie blühen wochenlang und das auch im kommenden Jahr.

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Den Sommer verlängern

Verschiedene Tipps hat Biogärtner Karl Ploberger, damit das Blumenbeet bis lange in den Herbst hinein noch grünt und blüht.

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