Der Dorfplatz von Berndorf

Für die Serie „119 Plätze, 119 Schätze“ hat die Gemeinde Berndorf (Flachgau) ihren Dorfplatz nominiert. Es ist ein Platz für Gemeindeleben und Ruhe.

Oft nimmt man das Besondere erst beim genaueren Hinschauen wahr: Auf den ersten Blick ist der Dorfplatz von Berndorf ein ganz gewöhnlicher Dorfplatz. Lässt man aber das Ortszentrum auf sich wirken, dann bemerkt man das beschauliche Ensemble von Kirche, Friedhof und Dorfplatz.

Dorfplatz von Berndorf mit Kirche
ORF

Sendungshinweis

„Salzburg heute“, 1.12.2016

Die erste Kirche in Berndorf wurde urkundlich 1130 erwähnt. Die gotische Pfarrkirche, so wie sie heute steht, stammt aus dem 15. Jahrhundert. Um 1700 war Berndorf ein vielbesuchter Wallfahrtsort. Viele Gläubige suchten bei der Strahlenmadonna Hilfe und Trost. Berndorf hat deshalb den einzigen Kirchturm im Flachgau ohne ein Kreuz an der Spitze. Stattdessen ziert eine zwei Meter große Strahlenmadonna den Turm.

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Dorfplatz von Berndorf

Für „119 Plätze, 119 Schätze“ hat Berndorf seinen Dorfplatz nominiert.

Hinter der Kirche: Ruhe und Einkehr

Hinter der Kirche macht der Alltag Pause. Der Pfarrweiher und der großzügige Garten des alten Pfarrhofs strahlen Ruhe aus. Die Gemäuer des alten Pfarrhofs stammen noch aus dem Jahr 1531. Der alte Pfarrhof würde heute aber nicht mehr stehen, hätte die Erzdiözese das Gebäude nicht auf eigene Kosten renoviert. Bei den Umbauarbeiten wurde eine Wandmalerei aus dem 16. Jahrhundert freigelegt. Das Fresko soll das Wappen des damaligen Pfarrers darstellen. Heute wird der alte Pfarrhof als Jungscharheim genutzt.

Bär war für Berndorf namensgebend

Vor dem historischen Pfarrhof steht der Gemeindebrunnen. Auf der Spitze des Brunnens thront ein Bär. Das Tier kommt auch am Gemeindewappen vor, denn der Bär war für Berndorf namensgebend. Im Frühmittelalter besiedelten Bajuwaren die Gemeinde. Ein bajuwarischer Freibauer hieß Pero, also der Bärenstarke.

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