Kraftwerk Kaprun

Die Serie „119 Plätze, 119 Schätze“ Salzburgs führt diesmal nach Kaprun (Pinzgau): Andreas Landrock besucht das Kraftwerk Kaprun, ein bei Einheimischen wie auch Urlaubern äußerst beliebtes Ausflugsziel.

Kaprun lebt heute zu einem Gutteil vom Wintertourismus. Entscheidend für diese Entwicklung war aber der Bau der Kapruner Kraftwerke. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg unter dem NS-Regime begonnen, wurde Kaprun nach dem Krieg für viele Österreicher eine Art Mythos, ein Symbol für den Wiederaufbau einer zerstörten Nation. Josef Pfeiffer, früherer Mitarbeiter der Kraftwerke und jetzt in Pension, führt nun interessierte Besucher durch das Kraftwerksgelände und erzählt viel Wissenswertes.

Stausee Moserboden
Thomas Wurzinger/Verbund
Josef Pfeiffer (l.) im Gespräch mit ORF-Redakteur Andreas Landrock

Sendungshinweis

„Salzburg heute“, 22.9.2016

Kaprun wurde lange Zeit als Kampf des Menschen gegen die Natur verklärt worden, in Wahrheit ist es aber immer vor allem ums Geld gegangen - und dafür haben die Erbauer viele Opfer gebracht.

Kraftwerk Kaprun
ORF
ORF-Kameramann Kurt Lindner vor der prächtigen Kulisse des Stausees

Dutzende Zwangsarbeiter und Freiwillige sind beim Bau ums Leben gekommen. Heute ist Kaprun nicht mehr wegzudenken aus den Tauern - und zwar nicht nur als Kraftwerk, sondern auch als Ausflugsziel.

Die Staumauern von Kaprun gehören zu den mächtigsten Bauwerken, die jemals in Salzburg errichtet worden sind. Sie ziehen Touristen aus ganz Europa an: Naturliebhaber ebenso wie Technik-Enthusiasten. Und deshalb sind sie nicht nur für die Kapruner - ein ganz besonderer Schatz.

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