Thomatal: „Heilige Familie in der Zirbe“

In unserer Serie „119 Plätze, 119 Schätze“ besucht Caroline Koller diesmal die „Heilige Familie in der Zirbe“ in der kleinen Lungauer Gemeinde Thomatal.

Die Gemeinde Thomatal im Lungau ist reich an besonderen Schätzen - vor allem auch, weil die weit über 1000 Meter hoch gelegene Landschaft außergewöhnliche Naturschönheiten zu bieten hat. Auf dem Weg von Bundschuh nach Schönfeld steht auf der Suppanalm mitten in einem Zirbenwald ein Kunstwerk, das einzigartig ist: „Die heilige Familie in der Zirbe“.

Sendungshinweis

„Salzburg heute“ , 2.6.2016

Bei der Wanderung durch die Suppanalm im Schönfeld in Thomatal entdeckt der Besucher eine kunsthandwerkliche Rarität. Ganz versteckt stehen mitten im Zirbenwald fünf Holzskulpturen, die aus den stehenden Zirbenbäumen geschnitzt wurden. Eine natürlich zusammengewachsene Baumgruppe hat den Bildhauer Ernst Adelsberger aus Niederösterreich inspiriert, daraus die „Heilige Familie in der Zirbe“ zu schaffen.

Künstler entdeckte Platz im Jahr 1999

Im Jahr 1999 hatte der Künstler diesen besonderen Platz und die Baumgruppe dort entdeckt und der Almbauer und Waldbesitzer Josef Prodinger hat dem Bildhauer für dieses Projekt prompt zugesagt. „Das war eine Sekundenentscheidung, da haben wir gar nicht lange herumüberlegt und innerhalb von ein paar Stunden war schon der Kopf der Maria fertig, um sieben Uhr am Abend, das muss man sich einmal vorstellen“, sagt Prodinger.

Heilige Familie in der Zirbe
ORF
Ein besonderer Schatz: Die „Heilige Familie in der Zirbe“

Ernst Adelsberger hat die Figuren mit der Motorsäge herausgeschnitzt und dann noch fein bearbeitet. Nach 17 Jahren ist dieser Ort heute ein Platz, den viele Menschen besuchen, um inne zu halten - ein Ort zum Einkehren, fast schon ein kleiner Wallfahrtsort.

„Es gibt kein besseres Holz zum Schnitzen als Zirbe“

Für den Holzbildhauer Ernst Adelsberger war von Anfang an klar, dass er an diesem Ort aus diesen Bäumen die heilige Familie schnitzen möchte: "Es gibt kein besseres Holz zum Schnitzen als Zirbenholz. Wenn man einmal die Zirbe schnitzt, dann möchte man mit keinem anderen Holz mehr etwas zu tun haben - der gute Geruch und das angenehme arbeiten ist ein Traum“, sagt der Künstler.

Heilige Familie in der Zirbe
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Die Entstehung diese Kunstwerks ist eine Bestimmung, sagt Waldbesitzer Josef Prodinger und hält es auch für eine göttliche Fügung: „Ich glaube das ist kein Zufall, das ist Bestimmung. Der Herrgott hat gesagt: Das ist der Baum und da ist der Künstler , stellt euch zusammen und macht was draus.“ Die heilige Familie in der Zirbe in Thomatal - ein außergewöhnlicher Platz und ein echter Schatz.

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„Heilige Familie in der Zirbe“

In unserer Serie „119 Plätze, 119 Schätze“ besucht Caroline Koller diesmal die „Heilige Familie in der Zirbe“ in der kleinen Lungauer Gemeinde Thomatal.

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