Die Kirche St. Augustin

Die Suche nach den schönsten Plätzen und größten Schätzen im Land Salzburg führt ORF-Redakteurin Christina Sonntag in den Lungau. In der Gemeinde St. Margarethen besuchte sie eine der ältesten Kirchen die von einem neu gestalten Kraftplatz umgeben ist.

Die Geschichte der Kirche in St. Margareten im Lungau reicht bis in das Jahr 1400 zurück. Lange Zeit war sie Ziel von Wallfahrten zu Ehren des heiligen Augustinus und der heiligen Maria. Das Innere des Gotteshauses ist mit Fresken des bekannten Lungauer Malers Gregor Lederwasch IV bemalt. Geweiht ist die Kirche dem heiligen Augustin, dem Patron der Theologen, Buchdrucker und Bierbrauer. Insgesamt wurde die Kirche bereits dreimal vergrößert. Was früher die Ursprungskirche - eine kleine Kapelle war, ist heute nur noch ein Raum. Gut versteckt findet sich dort heute ein Altar aus dem 16. Jahrhundert.

Altar Kirche St. Margarethen
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Brunnen aus tonnenschwerem Felsblocken

Gleich neben der Kirche St. Augustin befindet sich ein neu angelegter Kraftplatz. Der Initiator ist Peter Löcker. In Zusammenarbeit zwischen der Pfarre, der Gemeinde und der gegenüberliegenden Privatschule „MultiAugustinum“ wurde ein Brunnen mit errichtet. Dafür wurde ein knapp fünf Tonnen schwerer Felsblock verwendet den man im Bachbett des Leisnitzgrabens entdeckt hat. Aus 18 Metern Tiefe wird das Brunnenwasser gepumpt. Laut dem Tamsweger Ewald Priesl soll es sich dabei um Heil- oder Heiligwasser handeln.

Brunnen vor Kirche St. Margarethen
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Sendungshinweis

„Salzburg heute“, 17.3.2016

Der Brunneneinlauf ist modern in Form eines Löffels gestaltet. Hier wird eine Verbindung des Brunnens zu einer Freske im inneren der Kirche hergestellt. Darauf ist der heilige Augustus zu sehen der am Meer einen kleinen Buben antrifft. Peter Löcker erklärt: „Augustinus fragt also diesen Buben, was er denn da mache. Der Junge antwortet, er möchte das Meer in ein kleines Grübchen schöpfen. Das seie doch vollkommen unmöglich, antwortet Augustinus, woraufhin der Bub antwortet: genauso wenig werdet ihr den Glauben und die Größe Gottes mit eurem Verstand begreifen. Drei Tage später soll dieser Bub der Jesus war dem heiligen Augustinus erschienen sein.“

Baumstamm St. Margarethen
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Holztafeln zu Ehren des heiligen Augustinus

Mit Flusssteinen wurden Wege rundum den Brunnen gepflastert. Holzbänke laden in warmen Jahreszeiten zum Verweilen ein. Es soll ein Ort der Ruhe, Kraft und dennoch auch der Begegnungen sein. Die Schüler des „MultiAugustinums“ haben außerdem Holztafeln angefertigt. Darauf sind Sprüche des Heiligen Augustinus eingebrannt. In unmittelbarer Nähe der Kirche befinden sich vier circa 100 Jahre alte Linden welche zu den Naturdenkmälern Salzburgs zählen. Sie sind nicht nur großzügige Schattenspender im Sommer sondern verleihen diesem Kraftplatz auch ein ganz einzigartiges Wohlfühlambiente.

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Kraftplätze in St. Margarethen

Die Gegend rundum ihre Kirche haben die St. Margarethener zum größten Schatz der Gemeinde ausgewählt.

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