Der Kapuzinerturm Radstadt

Er ist ein echter „Schatz“ im Pongau: Der Kapuzinerturm in Radstadt. Er ist Teil der historischen Wehranlagen - und steht damit für das wichtigste Kapitel in der Geschichte Radstadts, nämlich für die Bauernkriege im 16. Jahrhundert.

Die Radstädter Wehranlage gehört zu den wenigen Resten der mittelalterlichen Bebauung der Pongauer Stadt - alles andere wurde im Lauf der Jahrhunderte bei Bränden zerstört. In dem grausamen Kampf zwischen notleidenden Bauern und kirchlichen Machthabern ging es ums nackte Überleben. Höhepunkt der Kämpfe war die erfolglose Belagerung Radstadts durch aufständische Bauern Mitte des 16. Jahrhunderts.

Der Kapuzinerturm in Radstadt
ORF
Der Kapuzinerturm ist Teil der massiven Stadtbefestigung

Sendungshinweis

„Salzburg heute“, 12.11.2015

Blutige Geschichte

Radstadt kämpfte dabei für den Fürsterzbischof im fernen Salzburg und schlug die Aufstände nieder. Die Bauern waren nur mit primitiven Waffen ausgerüstet, die damals schon bestehenden Stadtmauern waren für sie unüberwindlich. Die Rädelsführer der Bauern wurden hingerichtet, die Überlebenden mussten zur Strafe die heute noch erhaltenen Wehrtürme errichten. Für die Treue zum Erzbischof bekam Radstadt den Titel „Die Allzeit Getreue“.

Alte Waffen im Museum
ORF
In dem Turm in ein Museum zur Geschichte der Bauernkriege eingerichtet

Im heute eingerichteten historischen Museum im Kapuzinerturm kann man sich einen Überblick über die Bauernkriege in Salzburg verschaffen. Hoch oben im Turm, unter dem kunstvollen Dachstuhl, kann man sich außerdem ansehen, wie die Bauern früherer Zeiten lebten - und mit welch einfachen Mitteln sie ihren Alltag bewältigen mussten.

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