Wandern auf dem Ebenauer Mühlenweg

Auf diesem Erlebnisweg in Ebenau (Flachgau) sind die sieben noch erhaltenen bzw. renovierten Mühlen aus früheren Jahrhunderten und das „Naturdenkmal Plötz“ sehr sehenswert.

Pertillmühle Mühlenweg Ebenau
Gerald Lehner
Die Pertillmühle unweit der „Plötz“

Die ersten Hinweise auf eine Mühle in Ebenau gibt es aus dem Jahr 1336. Damals hat der Getreideanbau in der Gegend hinter dem Gaisberg eine große Rolle gespielt. Gemahlen wurden Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Dinkel und Mais.

Zeitreise

Die Hofbauermühle schloss 1966 in Ebenau als letzte ihren Betrieb. Heute werden die Bauernmühlen von ihren Besitzern mit großem Aufwand erhalten und immer wieder renoviert. Die Bauwerke ermöglichen den Blick auf längst vergangene Wirtschaftsformen der Selbstversorgung. Sie entführen die Gedanken von Besuchern in alte Zeiten, als das Umland der Stadt Salzburg ohne Autoverkehr viel schwerer zu erreichen war als heute - besonders in den östlich gelegenen Osterhornbergen und ihren Ausläufern.

Bilder-Galerie:

Sendungshinweis:
„Da bin i dahoam“, ORF Radio Salzburg, 18. Oktober 2015

Start bei Waschlmühle

Die „Waschlmühle“ ist eine zweigeschoßige Doppelmühle mit oberschlächtigem Wasserrad und ist die einzige Mühle, die heute noch zum Schaumahlen in Betrieb genommen wird. Im gemütlichen „Mühlstüberl“ mit Kachelofen, Tisch und Bett hat früher der Müller gelebt und Tag und Nacht den Mahlvorgang beaufsichtigt. Die „Totenbretter“ außen an der Hausfront erinnern an verstorbene Besitzer und einen Mühlenbetreuer. Diese Mühle kann mit Anmeldung jederzeit besichtigt werden.

Pertillmühle auch ein Schmuckstück

Die Pertillmühle ist ebenfalls eine Doppelmühle mit zwei Mühlrädern und zwei getrennten Mahlwerken, da sich früher meist zwei Bauern eine Mühle teilten. Von hier geht es über ein Marterl hinauf auf den Wieselberg zum „Watzmannblick“ (130 Höhenmeter), von dem man bei schönem Wetter eine herrliche Aussicht hat, und schließlich weiter zum Naturdenkmal Plötz.

Naturdenkmal Plötz

Die Plötz gehört auch zu den zwölf Glücksplätzen der Fuschlseeregion. Ein schöner Ort mit einem 50 Meter hohen Wasserfall. Entlang der wildromantischen Schlucht stehen fünf weitere alte Bauernmühlen. Der Platz bietet Wanderern Erholung und Inspiration - vor allem jetzt im Herbst, wenn die Mühlen von plätscherndem Wasser und bunten Blättern umgeben sind.

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Mit TV-Kamera auf dem Mühlenweg

Die meisten Ebenauer Mühlen haben jeweils zwei Wasserräder.

Wegbeschreibung

Relativ gemütliche Wanderung, sechs Kilometer lang, Gehzeit ca. zweieinhalb Stunden, teilweise etwas steilerer Waldweg, Höhenunterschied 130 Meter, auch mit Kindern möglich, aber an manchen Stellen ist Vorsicht geboten. Ausganspunkt ist der Parkplatz bei der Waschlmühle, von hier geht es vorbei am Feuerwehrhaus, rechts Richtung Koppl, bis zur Pertillmühle, von hier wieder 500 Meter zurückwandern zur Abzweigung über den Wiesenweg in Richtung Marterl, von hier im Wald ca. 300 Meter steiler Anstieg zum „Watzmannblick“, über den Wieselberg zum Naturdenkmal Plötz mit Wasserfall und Felsenbad, vorbei an fünf Mühlen und über den Steg des Staubeckens wieder zurück nach Ebenau.

Den steilen Anstieg kann man umgehen bzw. entschärfen, wenn man den „Märchenwanderweg“ zur Plötz geht.

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